Beitrag: Raubüberfall in der Innenstadt und Großkontrolle für Rad- und E-Scooter-Fahrer
E-Scooter

(c) Sebastian Sendlak

Ein Raubüberfall auf einen 22-Jährigen am Westring sowie die Bilanz eines großen Schwerpunkteinsatzes zur Verkehrssicherheit beschäftigen derzeit die Polizei in Bochum.

Die Bochumer Polizeikräfte blicken auf ein aktives Wochenende zurück. Neben den Ermittlungen zu einer Straftat in der Innenstadt, bei der zwei Jugendliche einen jungen Mann ausraubten, zog die Behörde gemeinsam mit der städtischen Verkehrsüberwachung Bilanz nach einer groß angelegten Kontrollaktion. Im Fokus standen dabei vor allem Radfahrer sowie Nutzer von Pedelecs und E-Scootern.

22-Jähriger am Westring beraubt: Polizei sucht Zeugen

Am frühen Sonntagmorgen, 26. Juli, kam es in der Bochumer Innenstadt zu einem Raubdelikt. Ein 22-jähriger Bochumer war gegen 4:00 Uhr morgens zu Fuß auf dem Westring unterwegs. Im Bereich der Rottstraße traten zwei bislang unbekannte Jugendliche an den Mann heran, gingen ihn zunächst verbal sowie anschließend körperlich an und entwendeten seine Geldbörse. Mit der Beute flüchteten die Täter unerkannt.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise zu den Verdächtigen, die wie folgt beschrieben werden:

  • Alter & Erscheinungsbild: Etwa 16 bis 17 Jahre alt, „arabisches Aussehen“.

  • Kleidung & Sprache: Bekleidet mit Jogginghosen, die Jugendlichen sprachen Englisch.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalwache unter den Rufnummern 0234 909-8105 oder -4441 entgegen.

„Mit Rad und Tat für Sicherheit“: Polizei zieht Bilanz nach Schwerpunkteinsatz

Bereits am Freitag, 24. Juli, führten die Polizei Bochum und die Verkehrsüberwachung der Stadt Bochum eine gemeinsame Schwerpunktkontrolle durch. Ziel der Aktion war es, die Einhaltung der Verkehrsregeln im Rad- und E-Scooter-Verkehr zu überprüfen und das Bewusstsein für ein sicheres Miteinander im Straßenverkehr zu schärfen.

Insgesamt wurden bei dem Einsatz 259 Verkehrsteilnehmende kontrolliert – darunter 108 Radfahrende, 76 Personen auf Pedelecs und E-Bikes, 52 E-Scooter-Fahrende sowie 23 Pkw-Fahrzeugführer.

Die Bilanz der Einsatzkräfte im Überblick:

  • Verwarnungsgelder: Insgesamt wurden 57 Verwarnungsgelder erhoben. Der häufigste Verstoß war mit 34 Fällen die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen oder Fahrbahnen.

  • Handyverstöße: Zwei E-Scooter-Fahrer erhielten Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen der Smartphone-Nutzung am Steuer; gegen vier Radfahrende wurden entsprechende Verwarnungen ausgesprochen.

  • Weitere Verstöße: In 18 Fällen wurden Abbiegefehler oder Gurtverstöße geahndet. Zudem stellten die Beamten eine unerlaubte Personenbeförderung auf einem E-Scooter fest.

Ergänzend zu den Kontrollen klärte das Team der Verkehrsunfallprävention an einem Informationsstand auf. Polizeihauptkommissar Tobias Krampen stellte bezüglich der Elektrokleinstfahrzeuge klar: „Ein E-Scooter ist kein Spielzeug […]. Das Fahren auf Radwegen oder Schutzstreifen ist Pflicht. Fehlen diese, muss die Straße genutzt werden. Gehwege sind absolut tabu!“ Die Behörden kündigten an, vergleichbare Schwerpunktaktionen auch künftig regelmäßig im Stadtgebiet durchzuführen.

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