Beitrag: Nächtlicher Wohnungsbrand, schwerer Unfall in Gerthe und behördenübergreifende Großkontrolle
Schwerpunkteinsatz

Schwerpunkteinsatz der Polizei

Ereignisreicher Wochenauftakt für die Rettungskräfte und Ermittler im Bochumer Stadtgebiet: Während in Wiemelhausen ein Feuer im Mehrfamilienhaus ausbrach, sorgte ein folgenschwerer Verkehrsunfall auf dem Castroper Hellweg für Großeinsatz und Vollsperrung. Zudem zogen Polizei, Zoll und Stadtverwaltung bei einer koordinierten Schwerpunktkontrolle mehrere verkehrsunsichere Fahrzeuge aus dem Verkehr.

Nächtlicher Löscheinsatz an der Königsallee

In der Nacht zu Montag rückte die Feuerwehr Bochum um 23:10 Uhr zu einem gemeldeten Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Königsallee in Wiemelhausen aus. Bei Eintreffen des Löschzuges der Feuer- und Rettungswache II quoll dichter Rauch aus einer Wohnung im dritten Obergeschoss, und im Treppenhaus herrschte bereits intensiver Brandgeruch. Sowohl der Bewohner der betroffenen Räume als auch sämtliche Nachbarn hatten das Gebäude vor Eintreffen der Retter selbstständig verlassen.

Der Wohnungsinhaber erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde nach der Erstversorgung durch den Notarzt zur weiteren stationären Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Zwei Trupps unter Atemschutz brachten die Flammen mit einem Strahlrohr rasch unter Kontrolle und verhinderten ein Übergreifen auf weitere Etagen. Versteckte Brandnester lokalisierten die Wehrleute mithilfe von Wärmebildkameras. Nachdem die Einsatzkräfte das Gebäude mit einem Hochleistungslüfter entraucht und die Stadtwerke die Brandwohnung stromlos geschaltet hatten, konnten alle übrigen Hausbewohner in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Brandwohnung selbst ist derzeit unbewohnbar. Insgesamt 36 Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Löscheinheit Bochum-Mitte waren bis 00:55 Uhr im Einsatz; die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache und zur Schadenshöhe aufgenommen.

71-jährige Autofahrerin kollidiert mit drei Fahrzeugen

Am Montagmorgen um 9:55 Uhr ereignete sich im Stadtteil Gerthe ein schwerer Verkehrsunfall mit rund 38.000 Euro Sachschaden. Eine 71-jährige Bochumerin hielt auf dem Castroper Hellweg an einer roten Ampel im Kreuzungsbereich zur Hiltroper Landwehr. Als das Signal auf Grün umsprang, setzte sie unvermittelt rückwärts und prallte gegen den Wagen einer 50-jährigen Autofahrerin.

Im Anschluss beschleunigte die Seniorin ihr Fahrzeug und setzte die Fahrt mit augenscheinlich überhöhtem Tempo in Richtung Castrop-Rauxel fort. Einige hundert Meter weiter kollidierte ihr Wagen frontal mit einem entgegenkommenden Traktor, dessen 50-jähriger Fahrer aus Herne einen Schock erlitt. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde das Auto der Seniorin gegen den geparkten Pkw einer 22-jährigen Bochumerin geschleudert. Die schwer verletzte und in ihrem Fahrzeug eingeklemmte Frau musste von Rettungskräften mit technischem Gerät befreit und umgehend in eine Klinik transportiert werden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand schließt die Polizei einen vorangegangenen internistischen Notfall als Ursache nicht aus. Für die aufwendige Unfallaufnahme blieb der Castroper Hellweg voll gesperrt.

Großkontrolle von Polizei, Zoll und Stadt Bochum

Zur Bekämpfung von Gefahren im Schwerlast- und Berufsverkehr führten Polizei, Zoll und Stadt am Montag eine behördenübergreifende Schwerpunktkontrolle durch. Die Einsatzkräfte überprüften 54 Fahrzeuge, darunter eine Vielzahl von Lastkraftwagen. Die Bilanz verdeutlicht erhebliche Sicherheitsdefizite: Die Beamtinnen und Beamten registrierten zwölf Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten, zehn Vergehen gegen die Vorschriften zur vorschriftsmäßigen Ladungssicherung, drei gravierende technische Mängel an Fahrzeugen, drei Verstöße gegen das Abfallrecht sowie drei Verdachtsfälle von Schwarzarbeit.

Zwei Kraftfahrer standen zudem mutmaßlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln; ihnen wurden auf der Wache Blutproben entnommen, die Weiterfahrt untersagt und Strafanzeigen wegen Drogenbesitzes gefertigt. Einer von ihnen verfügte darüber hinaus über keine gültige Fahrerlaubnis. Bei einem Sattelzug stellten die Prüfer derart gravierende Defekte an der Bremsanlage fest, dass die Zugmaschine an Ort und Stelle stillgelegt und für den Anhänger eine sofortige Betriebsuntersagung ausgesprochen wurde. Die Behörden kündigten an, ihre gemeinsamen unangekündigten Kontrollen im Stadtgebiet konsequent fortzuführen.

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