Beitrag: FairPlace bringt Unternehmen und Engagement zusammen
FairPlace

Am 6. Juni 2026 entsteht in Bochum ein neues Format für nachhaltige Zusammenarbeit: Der „FairPlace“ bringt Unternehmen und gemeinwohlorientierte Organisationen zusammen, um konkrete Projekte jenseits klassischer Geldflüsse zu ermöglichen.

Im Mittelpunkt steht ein einfacher, aber wirkungsvoller Ansatz: Statt Sponsoring oder Spenden werden Bedarfe und Angebote direkt miteinander verknüpft. Unternehmen stellen beispielsweise Materialien, Räume oder Fachwissen zur Verfügung, während Initiativen im Gegenzug eigene Leistungen oder Engagement einbringen.

Der Gedanke dahinter: Wirkung zählt mehr als Marktwert.

Nachhaltigkeit durch konkrete Kooperation

Der FairPlace versteht sich als Nachhaltigkeitsmarktplatz für die Region. Ziel ist es, Kooperationen anzustoßen, die unmittelbar in Stadtteilen und Projekten sichtbar werden.

Ein Beispiel aus der Praxis: Eine Nachbarschaftsinitiative möchte Hochbeete für Umweltbildung und Gemeinschaftsprojekte errichten. Während die Ehrenamtlichen die Umsetzung tragen, fehlen Werkzeuge und Materialien. Ein Unternehmen stellt diese bereit und erhält im Gegenzug Unterstützung bei einer internen Nachhaltigkeitsaktion.

So entstehen sogenannte „Matches“, die beide Seiten verbinden und konkrete Wirkung entfalten.

120 Minuten für echte Vereinbarungen

Das Format ist bewusst kompakt gehalten: 120 Minuten, in denen aus Ideen konkrete Absprachen werden.

  • In den ersten 90 Minuten treffen sich Unternehmen und Organisationen, um Bedarfe und Angebote abzugleichen.
  • In den anschließenden 30 Minuten werden zusätzliche Unternehmen aus dem Festivalumfeld eingebunden, um weitere Kooperationen zu ermöglichen.

Dabei steht nicht klassisches Netzwerken im Vordergrund, sondern das verbindliche Vereinbaren gemeinsamer Vorhaben.

Nachhaltigkeit lokal umsetzen

Der FairPlace orientiert sich an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) – von Klimaschutz über Bildung bis zu sozialer Teilhabe. Ziel ist es, diese globalen Leitlinien auf lokaler Ebene praktisch umzusetzen.

„Nachhaltigkeit funktioniert nur im Team“, betont Matthias Mühlen, Direktor Nachhaltigkeit des VfL Bochum 1848, der als Schirmherr das Format begleitet. Unternehmen und Zivilgesellschaft müssten gemeinsam handeln, um echte Veränderungen in der Region zu erreichen.

Eingebettet ins „Gutes Morgen Festival“

Der FairPlace findet im Rahmen des Gutes Morgen Festival statt – am Samstag, 6. Juni 2026, in der Jahrhunderthalle Bochum im Dampfgebläsehaus.

Das Festival der Nachhaltigkeit wird unter anderem von der GLS Bank Bochum getragen, die das Format als praxisnahes Beispiel für gesellschaftliche Verantwortung in der Wirtschaft versteht.

„Der FairPlace zeigt, wie Verantwortung direkt umgesetzt werden kann – hier in Bochum und mit lokalen Partnern“, so Stefan Möller, Regionalleiter der GLS Bank Bochum. GLS Bank

Breite Kooperation für die Region

Organisiert wird der FairPlace von der Bochumer Ehrenamtsagentur e.V. in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie dem UPJ – Netzwerk für Unternehmensverantwortung.

Eingeladen sind Unternehmen, Vereine, Initiativen und gemeinwohlorientierte Organisationen aus Bochum und Umgebung. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung jedoch erforderlich.

Weitere Informationen: www.ehrenamt-bochum.de/fairplace

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