Beitrag: CDU und CDA setzen politische Akzente in Bochum
Broschüre

Ein Feuerwehrmann hält am 04.02.2026 die Broschüre „Was tun im Notfall?“ der Stadt Bochum in leichter Sprache in den Händen. +++ Foto: Lutz Leitmann/Stadt Bochum

Sicherheit, Krisenvorsorge und Erinnerungskultur im Fokus

Mit mehreren Initiativen und Veranstaltungen haben CDU-Ratsfraktion und Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) in den vergangenen Tagen politische Schwerpunkte in Bochum gesetzt. Im Mittelpunkt standen Themen wie Gesundheitsvorsorge, Krisenmanagement sowie die Verantwortung für Frieden und Demokratie.

CDU fordert mehr Defibrillatoren in Sportstätten

Die CDU-Ratsfraktion setzt sich für eine bessere Ausstattung öffentlicher Einrichtungen mit automatisierten externen Defibrillatoren (AEDs) ein. Besonders Sporthallen sollen nach dem Willen der Christdemokraten künftig flächendeckend mit den lebensrettenden Geräten ausgestattet werden.

Die sportpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Sophie Sommer, forderte im Bochumer Stadtrat zunächst einen Sachstandsbericht zur bisherigen Versorgungslage. Ziel sei es herauszufinden, wie viele Sportstätten bereits über Defibrillatoren verfügen und ob es Stadtteile mit Versorgungslücken gebe.

„Eine gut ausgebaute Defibrillator-Infrastruktur kann bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand Leben retten“, erklärte Sommer. Die Stadt habe zwar bereits Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgung ergriffen, dennoch bestehe weiterer Handlungsbedarf.

Krisenbroschüre für Bochumer Haushalte geplant

Darüber hinaus sprach sich der Bochumer Stadtrat für die Prüfung einer Krisen- und Notfallbroschüre für die Bevölkerung aus. Der entsprechende Antrag wurde gemeinsam von CDU, FDP-UWG: WAT und UWG: Freie Bürger eingebracht.

Die geplante Broschüre soll praktische Informationen für Situationen wie Stromausfälle, Cyberangriffe, Extremwetterlagen oder Pandemien enthalten. CDU-Ratsfrau Irina Becker warb im RuhrCongress Bochum für eine möglichst alltagstaugliche Umsetzung.

„Krisen kommen oft plötzlich“, betonte Becker. Ziel sei keine Panikmache, sondern sachliche Vorbereitung auf mögliche Ausnahmesituationen.

Die Informationen sollen sowohl gedruckt als auch digital – beispielsweise über die Bochum App – bereitgestellt werden. Wichtig sei zudem eine barrierearme Gestaltung in leichter Sprache und mehreren Fremdsprachen.

CDA erinnert an Verantwortung für Frieden und Demokratie

Zeitgleich erinnerte die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) Bochum und Ruhr anlässlich des 81. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs an die Bedeutung von Frieden und demokratischer Verantwortung.

Im Rahmen eines Besuchs der Heimkehrer-Dankeskirche setzten sich die Teilnehmer mit den Folgen von Krieg, Vertreibung und Gefangenschaft auseinander. Führungen durch die Kirche sowie die Gedenkstätte in der Krypta standen dabei im Mittelpunkt.

Die Heimkehrer-Dankeskirche gilt als bedeutender Erinnerungsort für Frieden und Versöhnung weit über Bochum hinaus.

„Frieden ist nicht selbstverständlich“

Der CDA-Kreisvorsitzende Christian Herker zog bei der Veranstaltung eine Verbindung zwischen historischer Erinnerung und aktuellen weltpolitischen Entwicklungen.

„81 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erleben wir wieder Krieg in Europa, zunehmenden Antisemitismus und eine Verrohung gesellschaftlicher Debatten“, erklärte Herker. Orte wie die Heimkehrer-Dankeskirche müssten deshalb als Mahnung verstanden werden.

Besonders die Verantwortung gegenüber jungen Menschen hob Herker hervor. Erinnerungskultur dürfe nicht zu einem bloßen Ritual werden, sondern müsse aktiv weitergetragen werden, wenn die letzten Zeitzeugen verschwänden.

Mit Blick auf die aktuellen Konflikte in der Ukraine sowie im Nahen Osten warnte die CDA zudem vor wachsendem Extremismus und gesellschaftlicher Spaltung.

Politische Debatten über Sicherheit und Zusammenhalt

Sowohl die Initiativen der CDU im Stadtrat als auch die Veranstaltung der CDA zeigen, welche Themen die politischen Debatten in Bochum derzeit prägen: öffentliche Sicherheit, Krisenvorsorge, gesellschaftlicher Zusammenhalt und die Stärkung demokratischer Werte.

Während konkrete Maßnahmen zur Gesundheits- und Krisenvorsorge nun von der Stadtverwaltung geprüft werden, kündigte die CDA an, sich auch künftig intensiv mit Erinnerungskultur und politischer Bildungsarbeit beschäftigen zu wollen.

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