Beitrag: Westendfonds: 20 Projekte für Bochumer Stadtteile ausgewählt
Westend-Projekte: Bezirks-Bürgermeisterin Barbara Menke, Stadtteilkoordinator Sebastian Mehring und Oberbürgermeister Jörg Lukat

(c) Sebastian Sendlak

Im Bochumer Westend sind zahlreiche neue Nachbarschaftsprojekte geplant. Insgesamt 25 Ideen wurden eingereicht. Ein Teil davon erhält nun finanzielle Unterstützung.

Im Bochumer Westend sind in diesem Jahr erneut viele Projektideen aus der Bürgerschaft eingegangen. Unter dem Motto „Liebenswerte Lebenswelten selbst erschaffen!“ konnten Menschen aus Griesenbruch, Goldhamme und Stahlhausen ihre Vorschläge einreichen. Insgesamt 25 Ideen wurden bis Mitte März abgegeben. Der sogenannte Westendfonds unterstützt ausgewählte Vorhaben finanziell. Ziel ist es, Engagement und Nachbarschaft im Quartier zu stärken.

Hohe Nachfrage übersteigt Fördermittel

Die Nachfrage nach Fördermitteln war erneut hoch. Insgesamt wurden rund 24.300 Euro beantragt. Damit überstieg die Summe das verfügbare Budget deutlich.

„Ein echtes Erfolgsmodell“, sagt Sebastian Mehring. Er begleitet die Projekte seit mehreren Jahren. Bereits mehr als 80 Kleinprojekte wurden in der Vergangenheit umgesetzt.

Über die Vergabe entschied ein Beirat aus elf Vertreterinnen und Vertretern des Stadtteils. Dabei mussten Prioritäten gesetzt werden. Einige Projekte wurden abgelehnt, andere nur teilweise gefördert.

Breite Themenvielfalt im Quartier

Am Ende erhielten 20 Projekte eine Zusage. Die Bandbreite der Ideen ist groß.

So plant ein Kreativkollektiv rund um das Schaubüdchen die Gestaltung eines Außenbereichs. Auch Kurse für Menschen mit Migrationsgeschichte sind vorgesehen. Die Initiative Botopia erhält Unterstützung für technische Ausstattung wie einen Beamer.

Darüber hinaus sind Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität geplant. Ein Gemeinschaftsgarten möchte eine sogenannte Käferhecke anlegen.

Projekte für alle Generationen

Mehrere Vorhaben richten sich gezielt an unterschiedliche Altersgruppen. Dazu gehören ein St.-Martinsumzug, Angebote für Menschen mit Demenz sowie ein gemeinsamer Poetry-Workshop von Kita-Kindern und Senioren.

„Es musste viel diskutiert werden“, erklärt Andrea Olbrich, die im Beirat vertreten ist. Ziel sei es gewesen, möglichst vielen Ideen eine Starthilfe zu geben.

Förderung stärkt Zusammenhalt

Der Westendfonds ist Teil der städtischen Quartiersarbeit. Er soll langfristig soziale Strukturen stärken und bürgerschaftliches Engagement fördern.

Die ausgewählten Projekte werden bis Ende November begleitet. Dabei steht neben der Umsetzung auch die Vernetzung im Stadtteil im Fokus.

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