Beitrag: World Wildlife Day: Tierpark Bochum verweist auf Bedeutung von Artenschutz
Flamingos im Tierpark Bochum

(c) Sebastian Sendlak

Am 3. März rückt der internationale World Wildlife Day bedrohte Tier- und Pflanzenarten in den Mittelpunkt. Auch der Tierpark + Fossilium Bochum beteiligt sich am weltweiten Aktionstag.

Der World Wildlife Day erinnert jährlich an den Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen. Ausgerufen wurde der Aktionstag von den Vereinten Nationen. Hintergrund ist das internationale Artenschutzabkommen Washingtoner Artenschutzübereinkommen, das den Handel mit bedrohten Arten reguliert. Zoologische Einrichtungen nutzen den Tag, um ihre Rolle im Natur- und Artenschutz zu verdeutlichen. Auch der Tierpark + Fossilium Bochum beteiligt sich mit Informationen zu internationalen Projekten und Bildungsarbeit.

Für viele Kinder sind Zoos und Tierparks der erste Ort, an dem sie biologische Vielfalt unmittelbar erleben. Begegnungen mit Tieren können Wissen und emotionale Bindung zugleich vermitteln. Fachleute sehen darin einen wichtigen Ausgangspunkt für Umweltbildung.

Der Bochumer Tierpark arbeitet als Regionalzentrum für Bildung für nachhaltige Entwicklung daran, ökologische Zusammenhänge verständlich zu machen. Ziel ist es, Besucherinnen und Besucher für den Schutz von Lebensräumen und bedrohten Arten zu sensibilisieren.

Zoodirektor Ralf Slabik betont die Bedeutung früher Erfahrungen: Begegnungen mit Tieren könnten helfen, ein langfristiges Verständnis für Natur und Biodiversität zu entwickeln.

Internationale Zuchtprogramme als Beitrag zum Artenschutz

Ein Beispiel für diese Arbeit ist der Waldrapp. Die seltene Vogelart gilt laut International Union for Conservation of Nature weiterhin als stark gefährdet. Internationale Zuchtprogramme in zoologischen Einrichtungen sollen helfen, die Population langfristig zu stabilisieren.

Auch der Tierpark + Fossilium Bochum beteiligt sich an solchen Programmen. Durch koordinierte Nachzucht sollen genetische Vielfalt erhalten und Perspektiven für Auswilderungsprojekte geschaffen werden.

Bei einigen Tierarten leben heute ähnlich viele oder sogar mehr Tiere in menschlicher Obhut als in freier Wildbahn. Dazu gehören unter anderem der Vietnam-Sikahirsch, der Mesopotamische Damhirsch oder die Mendesantilope.

Einige Arten haben ihr Überleben sogar vollständig zoologischen Einrichtungen zu verdanken. Beispiele sind die Arabische Oryx, die Säbelantilope sowie die Soccorotaube. Sie galten zeitweise in der Natur als ausgestorben und konnten durch Zuchtprogramme erhalten werden.

Bedeutung für Forschung und Gesellschaft

Nach Einschätzung der Deutsche Tierpark-Gesellschaft verbinden zoologische Einrichtungen mehrere Aufgaben. Neben Tierhaltung gehören Forschung, Bildungsarbeit und Unterstützung von Schutzprojekten im natürlichen Lebensraum dazu.

Repräsentative Umfragen zeigen eine breite gesellschaftliche Unterstützung für diese Arbeit. Eine Mehrheit der Bevölkerung hält den Beitrag von Zoos zum Erhalt bedrohter Arten für wichtig.

Der World Wildlife Day 2026 richtet den Blick besonders auf Heil- und Duftpflanzen. Viele dieser Wildpflanzen sind für Ökosysteme und lokale Gemeinschaften unverzichtbar. Gleichzeitig stehen sie durch Lebensraumverlust, Übernutzung und Klimawandel unter Druck.

Mit Veranstaltungen, Bildungsangeboten und Informationen wollen zoologische Einrichtungen weltweit auf diese Zusammenhänge aufmerksam machen. Auch in Bochum soll der Aktionstag Besucherinnen und Besucher für die Bedeutung von Biodiversität sensibilisieren.

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