
„Vom Bauzaun zur Gabenhütte“
(c) Sebastian Sendlak
Neuer Zufluchtsort für Solidarität im Quartier: Bezirksbürgermeister Olaf Peters und der ASB stellen das spendenbasierte Gabenhäuschen vor.
Am Kirchviertelplatz an der Brenscheder Straße hat ein neues, bemerkenswertes Gemeinschaftsprojekt offiziell seine Türen geöffnet: Das neue Gabenhäuschen wurde feierlich an die Bürgerinnen und Bürger übergeben. Unter dem passenden Leitmotiv „Vom Bauzaun zur Gabenhütte“ präsentierten Bezirksbürgermeister Olaf Peters sowie Vertreterinnen und Vertreter des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) das fertiggestellte Projekt der Öffentlichkeit. Die neue Holzhütte soll künftig als zentraler Anlaufpunkt für unkomplizierte Nachbarschaftshilfe und den Austausch von Sachspenden im Stadtteil dienen. Finanziert wurde das soziale Bauprojekt mit einem Budget von insgesamt 13.720,50 Euro, die aus städtischen Mitteln und Bezirksgeldern bereitgestellt wurden. Mit der Einweihung wird ein langgehegter Wunsch der lokalen Stadtteilkonferenz erfolgreich in die Tat umgesetzt.
Nachhaltige Nachbarschaftshilfe im Herzen von Wiemelhausen
Das Prinzip hinter der neuen sozialen Einrichtung auf dem belebten Platz ist denkbar einfach, aber hocheffektiv für den Zusammenhalt im Quartier. Gut erhaltene Kleidung, haltbare Lebensmittel, Spielzeug oder nützliche Alltagsgegenstände können von Bürgern unkompliziert gespendet und direkt in die dafür vorgesehenen Regale der Hütte einsortiert werden. Menschen, die diese Dinge im Alltag dringend benötigen, können sich dort im Gegenzug vollkommen kostenfrei und ohne bürokratische Hürden bedienen. Damit der Betrieb geordnet abläuft und die Hütte ein sauberer, einladender Ort bleibt, übernimmt der Arbeiter-Samariter-Bund fortan die dauerhafte Betreuung und regelmäßige Kontrolle der Räumlichkeiten vor Ort.
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Bezirksbürgermeister Olaf Peters zeigte sich bei der offiziellen Eröffnungszeremonie sichtlich stolz auf das gelungene Ergebnis des sozialen Bauprojekts. Wo vorher nur ein schmuckloser Bauzaun gestanden habe, befinde sich nun ein echter Ort der Begegnung und der gelebten Solidarität, betonte Peters in seiner feierlichen Ansprache. Die Investition von exakt 13.720,50 Euro sei ein wichtiges und richtiges Signal für den sozialen Zusammenhalt innerhalb des gesamten Bezirks. Durch die zentrale Lage am Kirchviertelplatz an der Brenscheder Straße sei gewährleistet, dass das Gabenhäuschen für alle Menschen im Viertel gleichermaßen gut erreichbar ist und schnell zu einer festen Institution im Bochumer Alltag wird.
Arbeiter-Samariter-Bund sichert den täglichen Betrieb
Für den langfristigen Erfolg des spendenbasierten Projekts zeichnen sich die engagierten Mitarbeitenden des Wohlfahrtsverbandes verantwortlich, die das Häuschen regelmäßig pflegen. Sie fungieren nicht nur als logistische Koordinatoren für die eingehenden Spenden, sondern auch als direkte Ansprechpartner für die Menschen im Quartier. Nicole Brandenburger vom Arbeiter-Samariter-Bund hob während der Vorstellung hervor, wie wichtig verlässliche Strukturen für solche Ehrenamtsprojekte im urbanen Raum sind. Es gehe dem Verband nicht nur um die reine Weitergabe von Gegenständen, sondern vor allem um den wertvollen Austausch und ein respektvolles Miteinander auf Augenhöhe, erklärte Brandenburger vor den anwesenden Gästen.
„Vom Bauzaun zur Gabenhütte: Wo vorher nur Absperrungen waren, steht jetzt ein Symbol für gelebte Solidarität in unserer Stadt.“ — Bezirksbürgermeister Olaf Peters
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Kommunalpolitik, sozialem Träger und engagierter Bürgerschaft nachhaltige Hilfe direkt im Wohnumfeld entstehen kann. Das Gabenhäuschen ist ab sofort täglich für die Bevölkerung geöffnet und freut sich auf die ersten Bestückungen durch die Nachbarschaft. Die Stadtverwaltung hofft, dass das gelungene Modellprojekt im Kirchviertel als Vorbild für weitere Stadtteile in Bochum dienen könnte. Bürgerinnen und Bürger, die sich aktiv an der Betreuung beteiligen oder größere Sachspenden ankündigen möchten, können sich jederzeit direkt mit der lokalen Dienststelle des ASB in Verbindung setzen.
