Beitrag: Premiere für die Bochumer Digitalwoche zum Mitmachen
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Vom 22. bis 26. Juni lädt Bochum erstmals zu einer Digitalwoche ein, die Bürgerinnen und Bürgern neue Technologien praxisnah näherbringt.

Bochum steht vor einer digitalen Premiere: Vom 22. bis 26. Juni findet im gesamten Stadtgebiet zum ersten Mal die Bochumer Digitalwoche statt. Das neugeschaffene Format lädt die Bürgerinnen und Bürger mit einer Vielzahl von Workshops, Mitmachaktionen, Vorträgen und kostenlosen Beratungsangeboten dazu ein, moderne Technologien hautnah kennenzulernen. Initiiert wird die Aktionswoche gemeinsam von der Smart City Innovation Unit, der Volkshochschule Bochum und der Stadtbücherei Bochum. Anlass für die viertägige Veranstaltungsreihe ist der bundesweite Digitaltag, der in diesem Jahr einen ganz besonderen inhaltlichen Schwerpunkt setzt. Das vollständige Programm der Woche ist bereits im Internet einsehbar, wobei für vereinzelte Termine eine vorherige Anmeldung der Teilnehmenden erbeten wird.

Digitale Sicherheit und Künstliche Intelligenz im Fokus

Das zentrale Leitthema der bundesweiten Initiative lautet in diesem Jahr „Digitale Sicherheit“ und zieht sich wie ein roter Faden durch das Bochumer Programm. In anschaulichen Vorträgen mit anschließenden Fragerunden vermitteln Experten praxisnahes Wissen zu alltagsrelevanten Themen wie Passwortsicherheit, Phishing-Mails und allgemeiner Cyberkriminalität. Ein spezieller Online-Workshop beleuchtet zudem die sensiblen Auswirkungen von digitaler Gewalt und zeigt den Teilnehmenden konkrete Schutzmöglichkeiten sowie Wege für solidarisches Handeln im Netz auf. Auch für Eltern wird Orientierung geboten: Ein Vortrag zur Medienerziehung von Kita-Kindern bietet Raum, um brennende Fragen rund um den kindlichen Medienkonsum zu diskutieren.

Neben den Sicherheitsaspekten nimmt die Künstliche Intelligenz (KI) einen breiten Raum während der Aktionstage ein. Innovative Formate wie das sogenannte „KI-Seepferdchen“ oder eine Ausstellung zum Einfluss von KI auf die moderne Arbeitswelt laden dazu ein, sich ganz niedrigschwellig mit den Chancen dieser Technologie auseinanderzusetzen. Wer lieber selbst aktiv werden möchte, kann Virtual-Reality-Anwendungen testen, digitale Tools ausprobieren oder lokale Angebote wie die „Bochum App“ kennenlernen. Die Veranstalter betonen, dass es vor allem darum gehe, die Digitalisierung für alle Bevölkerungsschichten verständlich, greifbar und vor allem sicher gestaltbar zu machen.

Angebote für Generationen und digitale Barrierefreiheit

Die Digitalwoche richtet sich mit maßgeschneiderten Angeboten bewusst an eine sehr diverse Stadtgesellschaft und bindet alle Altersgruppen ein. So erhalten Seniorinnen und Senioren in einer eigens eingerichteten Sprechstunde gezielte Unterstützung bei individuellen Fragen rund um das Smartphone, neue Apps und allgemeine digitale Anwendungen. Gleichzeitig präsentiert das partizipative Forschungsprojekt „Digitale Kommune für alle“ zukunftsweisende Wege der digitalen Barrierefreiheit und inklusive Beteiligungsverfahren, die vor Ort direkt erprobt werden können. Ein spezieller Aktionstag im Bildungs- und Verwaltungszentrum richtet sich zudem an Deutschlernende sowie an Menschen, die einen Schulabschluss nachholen, um sie über lokale digitale Beratungsangebote zu informieren.

  • Angebote für Kinder und Jugendliche:

    • Spielerisches Programmieren von Robotern im Stadtgebiet

    • Gestaltung eigener Comicgeschichten zum Thema Internetsicherheit

    • Gaming-Aktionen auf Großleinwand mit der Nintendo Switch

Das gesamte Projekt basiert auf einer breiten Kooperation lokaler Institutionen, zu denen unter anderem die BOGESTRA AG, das Jobcenter, der RUB-Makerspace sowie die Ruhr-Universität Bochum gehören. Als Teil der bundesweiten Initiative „Digital für alle“, die von einem Netzwerk aus Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft getragen wird, soll die Woche nachhaltig die digitale Teilhabe in Bochum fördern.

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