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Symbolbild VfL Bochum Fans
Nach Zwischenfällen beim Auswärtsspiel in Düsseldorf kündigt der VfL Bochum Konsequenzen bei der Ticketvergabe und zusätzliche Sicherheitsgespräche an.
Beim Auswärtsspiel des VfL Bochum 1848 bei Fortuna Düsseldorf ist es im Gästesektor zu mehreren Vorfällen gekommen. Nach Angaben des Vereins wurden Pyrotechnik gezündet und Sitzplatzbereiche unter Androhung von Gewalt besetzt. Dabei kamen Personen zu Schaden. Der VfL verurteilt das Verhalten einzelner Gruppen deutlich. Nun sollen organisatorische Konsequenzen folgen.
Nach Vereinsangaben wurde im Auswärtsblock intensiv Pyrotechnik abgebrannt. Zudem seien Sitzplätze unberechtigt in Anspruch genommen worden. Dabei soll es auch zu Einschüchterungen gekommen sein.
Der Verein spricht von nicht tolerierbarem Verhalten. Sicherheit und Wohlbefinden der Anhängerinnen und Anhänger hätten oberste Priorität. Besonders Familien und Kinder dürften sich im Stadion nicht bedroht fühlen.
Eingeschränkte Möglichkeiten bei Auswärtsspielen
Der VfL weist darauf hin, dass die Einflussmöglichkeiten bei Auswärtsspielen begrenzt seien. Das Hausrecht liege beim jeweiligen Gastgeber. Gleichwohl kündigt der Klub an, eigene Maßnahmen zu ergreifen.
Künftig soll die Vergabe von Auswärtstickets angepasst und neu geregelt werden. Insbesondere die Aufteilung sowie Nutzung von Steh- und Sitzplätzen soll überprüft werden. Ziel ist eine klarere Struktur im Gästebereich.
Lenkungskreis mit Stadt, Polizei und Feuerwehr
Darüber hinaus hat der Verein einen Lenkungskreis eingerichtet. Beteiligt sind Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, der Polizei und der Feuerwehr. In diesem Rahmen sollen weitere Maßnahmen für ein sicheres Stadionerlebnis beraten werden.
Die Vorfälle in Düsseldorf reihen sich in eine bundesweite Debatte über Pyrotechnik und Fanverhalten ein. Welche konkreten Änderungen bei der Ticketvergabe greifen werden, will der Verein in den kommenden Wochen bekanntgeben.
