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Polizei
Die Polizei in Bochum ermittelt nach mehreren Vorfällen in der Innenstadt sowie nach gravierenden Verstößen im Straßenverkehr. Innerhalb weniger Tage kam es zu einer Serie von Raubdelikten, einem mutmaßlich vorsätzlich gelegten Brand und der Kontrolle eines massiv überladenen Lastwagens.
Raubüberfälle auf Fans des 1. FC Nürnberg
Am Freitagabend, 20. Februar, wurden in der Bochumer Innenstadt mehrere Anhänger des 1. FC Nürnberg angegriffen. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte in allen Fällen eine rund 15-köpfige Gruppe beteiligt gewesen sein.
Gegen 21 Uhr attackierten Unbekannte drei Männer im Bereich Viktoriastraße/Husemannplatz. Die 39, 37 und 31 Jahre alten Geschädigten wurden geschlagen und getreten. Die Täter erbeuteten Fanschals und eine Mütze. Die Männer erlitten Verletzungen.
Um 22.15 Uhr wurde ein 22-Jähriger aus Nürnberg im Bereich einer Gaststätte an der Schmidtstraße 52 angegriffen und leicht verletzt. Nach aktuellem Stand wurde nichts entwendet.
Gegen 22.45 Uhr kam es zu einem weiteren Übergriff. Ein 18-Jähriger aus Feucht wurde attackiert, ihm wurde ein T-Shirt des 1. FC Nürnberg entrissen.
Eine detaillierte Beschreibung der Täter liegt bislang nicht vor. Das Kriminalkommissariat 31 bittet Zeugen, sich unter 0234 909-8105 oder 0234 909-4441 zu melden.
Brand in Elektronikgeschäft an der Kortumstraße
Am Montag, 23. Februar, löste gegen 14.45 Uhr die automatische Brandmeldeanlage in einem Elektronikgeschäft an der Kortumstraße aus. Die Sprinkleranlage konnte das Feuer eindämmen, die Feuerwehr löschte den Brand vollständig.
Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden an Waren und am Gebäude. Nach bisherigen Ermittlungen geht die Polizei von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter 0234 909-4106 oder 0234 909-4441 entgegen.
Lkw massiv überladen – Fahrer mit gefälschten Papieren unterwegs
Bereits am Montagvormittag gegen 10 Uhr kontrollierten Beamte des Verkehrsdienstes im Bereich Dorstener Straße/Riemker Straße einen Lastwagen, der durch seine starke Schräglage auffiel. Das Fahrzeug war mit Splitt beladen, die Radabdeckungen hingen bereits auf dem Boden.
Bei der Wiegung stellte sich heraus, dass der 7,49-Tonnen-Kipper tatsächlich 11,8 Tonnen wog. Der 60-jährige Fahrer händigte einen polnischen Führerschein aus. Bei der Überprüfung stellten die Beamten fest, dass es sich um eine Fälschung handelte. Zudem wurde ein gefälschter polnischer Aufenthaltstitel aufgefunden.
Der aus Georgien stammende Mann gab an, sich die Dokumente beschafft zu haben, um als EU-Bürger arbeiten zu können. Tatsächlich besitzt er lediglich eine georgische Fahrerlaubnis für Pkw.
Die Polizei leitete Ermittlungen unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung und des Verdachts auf Schwarzarbeit ein.
