
Yael Ronen
© Ivan Kravtsov
Die Stadt Bochum zeichnet die Theaterautorin und -regisseurin Yael Ronen mit dem Peter-Weiss-Preis aus. Die Verleihung findet am 6. März in den Kammerspielen statt. Der Kulturpreis ist mit 15.000 Euro dotiert.
Die Preisverleihung erfolgt am 6. März um 19.30 Uhr in den Kammerspielen des Schauspielhaus Bochum. Mit dem Peter-Weiss-Preis würdigt die Stadt eine Persönlichkeit aus den Sparten Literatur, Theater, bildende Kunst oder Film. Der Preis wird seit 1990 im zweijährigen Rhythmus vergeben.
Benannt ist die Auszeichnung nach Peter Weiss, dem Autor, Dramatiker, Maler und Filmemacher. Das Preisgeld beträgt 15.000 Euro.
Theater als Ort der Auseinandersetzung
Die Jury begründet ihre Entscheidung damit, dass Yael Ronen das Theater zu einem Ort der Auseinandersetzung und kollektiven Selbstbefragung mache. Ihre Arbeiten thematisieren Traumata, Diskriminierung, Ressentiments sowie moralische Ambivalenzen. Häufig stehen extreme Gewalt, Krieg und Vertreibung im Mittelpunkt.
Seit 2009 ist Ronen im deutschsprachigen Theater präsent. Mit unterschiedlichen Formaten setzt sie sich kritisch mit gesellschaftlichen Konflikten auseinander. Die Jury sieht darin eine Parallele zum Werk von Peter Weiss.
Erste Preisträgerin in der Sparte Theater
Kulturdezernent Dietmar Dieckmann, Vorsitzender der Jury, würdigt Ronens Arbeit als Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs. Das Theater bleibe durch ihre künstlerische Handschrift ein zentraler Ort öffentlicher Debatte.
Yael Ronen ist die erste Preisträgerin in der Sparte Theater. Zu den bisherigen Geehrten zählen unter anderem George Tabori, Kurt Hübner, Dimiter Gotscheff und Milo Rau.
Karten für die Feierstunde sind über das Schauspielhaus sowie an der Theaterkasse erhältlich.
