Beitrag: Kontroverse Inszenierung des Schauspielhauses sorgt für hohe Ticketnachfrage
„Catarina oder: Von der Schönheit Faschisten zu töten“: Rainer Bock, Carla Richardsen, Alexander Wertmann, Ole Lagerpusch

(c) Armin Smailovic/Schauspielhaus Bochum | All Rights Reserved

Die Premiere von „Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten“ hat eine bundesweite Debatte ausgelöst. Während Teile der Medien scharfe Kritik äußern, steigt die Nachfrage nach Eintrittskarten deutlich. Das Schauspiel entwickelt sich zu einem der meistdiskutierten Theaterereignisse der laufenden Spielzeit.

Kontroverse um „Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten“

Die Inszenierung „Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten“ der slowenischen Regisseurin Mateja Koležnik stellt die Frage nach dem Verhältnis von Gewalt und Moral. Im Zentrum steht ein politisches Szenario: Eine rechtsextreme Regierung steht kurz vor der Abschaffung demokratischer Grundprinzipien. Die Figuren ringen mit der Frage, welchen Preis der Kampf für eigene Überzeugungen haben darf.

Nach der Premiere am vergangenen Samstag folgten zahlreiche Reaktionen in nationalen und internationalen Medien. In Kommentarspalten und sozialen Netzwerken wurde die Inszenierung teils scharf kritisiert, teils ausdrücklich gelobt. Die Spannbreite reicht von Vorwürfen der Provokation bis hin zu Anerkennung für die künstlerische Konsequenz.

Ungeachtet des Medienechos verzeichnet das Theater einen starken Publikumsandrang. Die Vorstellungen im März sind bereits ausverkauft. Zusätzliche Termine am 11. April und 30. April wurden angekündigt. Auch nach weiteren Aufführungen sollen Publikumsgespräche stattfinden, um die Debatte fortzuführen.

Premiere verschoben: „Die Gehaltserhöhung“

Eine weitere Produktion ist von einer kurzfristigen Terminänderung betroffen. Die Premiere von „Die Gehaltserhöhung“ musste aufgrund einer Verletzung im Ensemble auf Sonntag, 1. März 2026, 17 Uhr verschoben werden. Als Ersatz wird am 22. Februar „Club 27 – Songs für die Ewigkeit“ in den Kammerspielen gezeigt.

Der neue Monatsspielplan erscheint in der kommenden Woche. Der Vorverkauf für Abonnentinnen und Abonnenten beginnt am 27. Februar 2026 um 10 Uhr, der allgemeine Verkauf startet am 2. März 2026 um 10 Uhr. Mehrere Gastspiele sind bereits im Verkauf, darunter eine Lesung mit Rainer Bock und Harald Lesch sowie ein musikalischer Abend mit Andreas Rebers.

Uraufführung: „Vom Ende der Einsamkeit“

Am 7. März 2026 feiert „Vom Ende der Einsamkeit“ Premiere im Schauspielhaus. Die Bühnenfassung basiert auf dem gleichnamigen Roman von Benedict Wells. Regie führt Guy Clemens. Erzählt wird die Geschichte dreier Geschwister, die nach dem Tod ihrer Eltern auseinanderdriften und sich Jahrzehnte später mit ihrer Vergangenheit konfrontiert sehen.

Die Produktion „All about Earthquakes“ verbindet Theater und Musik. Regisseur Christopher Rüping inszeniert zwei Texte, die rund 200 Jahre trennen. Im Anschluss an die Vorstellung am 21. Februar präsentiert Schauspieler Moses Leo sein neues Deutschrap-Album „Isso“.

„Don’t Worry Be Yoncé“ in den Kammerspielen

Mit „Don’t Worry Be Yoncé“ steht eine Lecture-Performance auf dem Spielplan, die sich mit Popkultur und Selbstinszenierung auseinandersetzt. Die Produktion wurde unter anderem von der Süddeutschen Zeitung gewürdigt. Vorstellungen sind am 3. und 13. März 2026 in den Kammerspielen angesetzt.

Ein Jubiläumskonzert mit Lesung markiert am 2. März 2026 einen weiteren Höhepunkt. Rocko Schamoni blickt auf vier Jahrzehnte Bühnenarbeit zurück. Begleitet wird er von Joachim Franz Büchner.

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