Beitrag: Planetariumsbesuch eröffnet MINT-Perspektiven für Mädchen und Frauen
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Zeiss Planetarium Bochum

Teilnehmerinnen des WomEngineer-Netzwerks und der Girls’ Academy besuchten das Planetarium Bochum. Im Mittelpunkt standen Astronomie, interdisziplinäre Forschung und persönliche Einblicke in wissenschaftliche Berufswege.

Am 13. Januar 2026 besuchten Mitglieder des WomEngineer-Netzwerks gemeinsam mit Teilnehmerinnen der Girls’ Academy das Planetarium Bochum. Ziel war es, MINT-begeisterten Mädchen und Frauen Einblicke in Astronomie und Wissenschaft zu ermöglichen. An dem Besuch nahmen Schülerinnen, Studentinnen verschiedener Fachrichtungen, Mitarbeiterinnen sowie ehemalige Professorinnen teil. Begrüßt wurden sie von der Planetariumsleiterin Prof. Dr. Susanne Hüttemeister. Gezeigt wurde eine aktuelle Astronomie-Show aus regionaler Forschungskooperation.

In der Planetariumskuppel wurde die neue Show „Unser exotisches Universum“ präsentiert. Die Produktion feierte erst wenige Monate zuvor Premiere. Entwickelt wurde sie von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Ruhr-Universität Bochum, der TU Dortmund und der Bergischen Universität Wuppertal in Zusammenarbeit mit den Planetarien in Bochum, Münster und Mannheim.

Die Show widmete sich außergewöhnlichen Himmelsobjekten. Thematisiert wurden unter anderem Pulsare, Magnetare, schwarze Löcher, Neutronensterne und Supernova-Überreste. Visuelle Darstellungen und wissenschaftliche Erläuterungen vermittelten komplexe astrophysikalische Inhalte anschaulich.

Blick hinter die Kulissen der Produktion

Im Anschluss an die Vorführung gab Prof. Dr. Hüttemeister Einblicke in die Entstehung der Show. Dabei wurde deutlich, dass an solchen Projekten zahlreiche Disziplinen beteiligt sind. Neben Physik und Astronomie spielen Informatik, Visualisierung, Mediengestaltung und betriebswirtschaftliche Planung eine Rolle.

Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit zeigte den Teilnehmerinnen, wie vielfältig wissenschaftliches Arbeiten organisiert ist. Für viele eröffnete sich dadurch ein erweitertes Bild möglicher beruflicher Wege in Forschung und Technik.

In einer anschließenden Gesprächsrunde sprach Prof. Dr. Hüttemeister über ihren eigenen beruflichen Weg. Sie berichtete von ihrem frühen Wunsch, Astronomin zu werden, und von ihrem Studium der Physik und Astronomie an der Universität Bonn. Heute leitet sie das Planetarium Bochum und ist Professorin am Astronomischen Institut der Ruhr-Universität Bochum.

„Neugier und Ausdauer sind entscheidend, um in der Wissenschaft seinen Platz zu finden“, sagte Hüttemeister in der Runde.

Austausch und Fragen der Teilnehmerinnen

Den Abschluss bildete eine offene Fragerunde. Dabei ging es sowohl um fachliche Aspekte der Astronomie als auch um persönliche Erfahrungen in wissenschaftlichen Laufbahnen. Der Austausch bot Raum für Diskussionen über Karrierewege, Herausforderungen und Motivation.

Der Planetariumsbesuch verband fachliche Inhalte mit persönlichen Einblicken. Für die Teilnehmerinnen stand nicht nur das Universum im Fokus, sondern auch die Frage, welche Wege in Wissenschaft und MINT-Berufen offenstehen.

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