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Der VfL Bochum trifft am Samstag um 13 Uhr im ausverkauften Vonovia Ruhrstadion auf den FC Schalke 04. Beide Trainer erwarten ein intensives Spiel mit hoher Bedeutung für Tabellenkonstellation und Stimmungslage.
Wenn der VfL Bochum den FC Schalke 04 empfängt, steht das Ruhrgebiet im Fokus. Schalke reist als Tabellenführer an die Castroper Straße. Bochum will vor heimischer Kulisse punkten. Beide Teams verweisen auf ihre Form und ihre körperliche Präsenz. Die Ausgangslage verspricht ein umkämpftes Spiel.
Schalkes Cheftrainer Miron Muslic sprach auf der Pressekonferenz von einer „Topmannschaft“, die sein Team erwarte. Seit dem Trainerwechsel zu Uwe Rösler habe der VfL rund 20 Punkte geholt und zähle aktuell zu den formstärksten Mannschaften der Liga.
Muslic rechnet mit einem intensiven Auftritt der Bochumer, vor allem im eigenen Stadion. „Das wird heavy und tough“, sagte er mit Blick auf Atmosphäre und Spielverlauf. Entscheidend sei nicht die Verteidigung einzelner Spieler, sondern das kollektive Auftreten gegen einen physisch starken Gegner.
Fokus auf Intensität und Kollektiv
Der Schalker Trainer betonte, dass solche Spiele bewusst gesucht würden. Nach Partien gegen Hertha BSC und den 1. FC Kaiserslautern sei Bochum das nächste Schwergewicht. Ziel sei es, alles abzurufen, um zu punkten.
Personell deutete Muslic an, dass Rückkehrer Edin nicht von Beginn an spielen werde. Der Angreifer solle behutsam aufgebaut werden und später im Spiel Wirkung entfalten.
VfL-Trainer Uwe Rösler erwartet einen gut organisierten Gegner. Schalke wisse, „wie man Spiele gewinnt“, und sei in beiden Strafräumen stark. Entscheidend sei die Tagesform. Ein durchschnittlicher Auftritt werde nicht reichen.
Rösler verwies auf die Bedeutung von Intensität und Selbstvertrauen. Gerade der Rahmen des Spiels verlange ein hohes Maß an Konzentration. „Beide Mannschaften müssen diesem Rahmen gerecht werden“, sagte der Bochumer Coach.
Personallage und taktische Fragezeichen
Beim VfL fehlen weiterhin mehrere Spieler. Kevin Vogt wird nach Trainingsproblemen am Wochenende nicht zur Verfügung stehen. Gerrit Holtmann und Alpha Diallo könnten laut Rösler eine Rolle spielen.
Auch bei Schalke gibt es Ausfälle auf der linken Abwehrseite. Rösler sieht darin keinen klaren Vorteil. Entscheidend seien die eigenen Prinzipien, unabhängig von der gegnerischen Formation.
Das Vonovia Ruhrstadion ist mit rund 26.000 Zuschauern ausverkauft. Der VfL rechnet mit einer intensiven Atmosphäre. Der Verein wies im Vorfeld erneut auf strikte Fan- und Ticketregelungen hin. Umplatzierungen sind nicht vorgesehen.
Begleitet wird die Partie zudem von einem DFL-Aktionsspieltag im Zeichen des Erinnerns an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.
Nebenschauplatz Trikot-Debatte
Unruhe gab es unter der Woche um ein schwarzes Sondertrikot des VfL. Mehrere Fanclubs und Ultragruppierungen kritisierten das Design öffentlich. Der Verein reagierte und kündigte an, im Derby in „Flutlichtblau“ aufzulaufen. Das schwarze Sondertrikot soll erst in einer späteren Partie zum Einsatz kommen.
