
Stadtradeln – Radkreuz
Stadtradeln - Radkreuz
Beim Fahrradverleihsystem Metropolradruhr ist die Betreiberfrage geklärt. Mit Donkey Republic aus Dänemark steht der neue Anbieter fest. Zuvor hatte ein Verfahren vor der Vergabekammer für rechtliche Unsicherheit gesorgt. Die SPD Bochum-Ehrenfeld begrüßt das Ende der Hängepartie. Für den Stadtteil sei vor allem die Verlässlichkeit des Angebots entscheidend.
Betreiberwechsel beendet rechtliche Unsicherheit
Der Vorsitzende der SPD Bochum-Ehrenfeld, Jens Matheuszik, sieht in der Entscheidung einen wichtigen Schritt. „Für die Menschen im Ehrenfeld – und natürlich auch in ganz Bochum und im gesamten Ruhrgebiet – ist entscheidend, dass diese Hängepartie nun beendet ist und es eine belastbare Grundlage für den Weiterbetrieb gibt“, erklärte er.
Die Entscheidung über den neuen Betriebspartner habe dem Grunde nach schon länger festgestanden. Durch das laufende Verfahren sei jedoch bis zuletzt unklar gewesen, wie es mit dem System weitergeht.
Laufender Betrieb soll gesichert bleiben
Besonderes Gewicht legt die SPD Ehrenfeld auf die Übergangsphase. Der Betrieb solle bis zum Wechsel ohne Unterbrechung weiterlaufen. „Hier müssen – anders als in anderen Städten – keine Räder eingesammelt werden. Für die Nutzerinnen und Nutzer im Ehrenfeld bedeutet das: Das Angebot bleibt im Alltag verfügbar“, so Matheuszik.
Die Leihräder seien seit Jahren Teil des Stadtbildes. Stationen etwa am Schauspielhaus, am Romanusplatz oder an der U-Bahn-Station Oskar-Hoffmann-Straße würden regelmäßig genutzt und gehörten für viele zum täglichen Mobilitätsmix.
Standorte bleiben erhalten
Positiv bewertet Matheuszik die Ankündigung des Regionalverbands Ruhr, alle bisherigen Standorte beizubehalten. „Das schafft Vertrauen und Stabilität“, sagte er. Damit bestehe auch die Aussicht, dass private Standorte im und am Ehrenfeld, etwa bei der GLS Bank oder bei Einzelhandelsmärkten, weiter Teil des Systems bleiben.
Frühere feste Stationen des bisherigen Betreibers nextbike, unter anderem auf dem Hans-Schalla-Platz, waren bereits vor einiger Zeit abgebaut worden. Dies müsse jedoch kein Nachteil sein.
Flexiblere Nutzung durch virtuelle Stationen
Durch die inzwischen etablierten virtuellen Stationen sei das System flexibler geworden. Neue Standorte könnten schneller eingerichtet und an veränderte Bedarfe angepasst werden, ohne größere bauliche Maßnahmen.
Mit Blick auf den neuen Anbieter äußerte Matheuszik Erwartungen an die Weiterentwicklung. „Ich freue mich über den neuen Anbieter und die angekündigten Verbesserungen bei den Leihrädern, insbesondere mit Blick auf Qualität und Ausstattung“, sagte er. Entscheidend sei, dass die Räder im Alltag zuverlässig verfügbar seien.
