
OB Jörg Lukat und Dietmar Dieckmann
(c) Thomas Sprenger / Stadt Bochum
Der Bochumer Stadtrat hat in seiner Sitzung Dietmar Dieckmann im Amt bestätigt. Der Dezernent bleibt damit weitere acht Jahre verantwortlich für zentrale Bereiche der Stadtverwaltung. Dieckmann ist seit dem 1. Mai 2018 im Amt. Die Entscheidung fiel nach einer kontroversen Debatte und einer namentlichen Abstimmung.
Mehrheit im Rat für Wiederwahl
Dietmar Dieckmann erhielt bei der Wahl 50 Stimmen. 37 Ratsmitglieder stimmten gegen seine erneute Berufung, eine Stimme enthielt sich. Damit erreichte Dieckmann die erforderliche Mehrheit für eine weitere Amtszeit. Die Amtsverlängerung gilt für acht Jahre.
Zuständigkeiten von Bildung bis Kultur
Zum Dezernat von Dieckmann gehören unter anderem das Schulverwaltungsamt, das Stadtarchiv, die Bochumer Symphoniker, das Kommunale Integrationszentrum sowie das Schauspielhaus Bochum. Auch der Bereich Sport fällt in seinen Verantwortungsbereich. In den vergangenen Jahren prägte er damit mehrere zentrale Themen der Stadtentwicklung.
Kritik aus Teilen der Opposition
Die Gegenstimmen kamen vor allem aus den Reihen der CDU, der UWG Freie Bürger und der FDP. Insbesondere die FDP hatte gefordert, die Stelle öffentlich auszuschreiben. Ziel sei es gewesen, auch anderen Bewerberinnen und Bewerbern die Möglichkeit zu geben, ihre Konzepte für anstehende und bekannte Großprojekte vorzustellen.
Auch die CDU sprach sich für eine Öffnung der Personalentscheidung aus. Mit Blick auf zukünftige Herausforderungen in den Bereichen Bildung, Kultur und Sport sei ein transparenter Auswahlprozess aus ihrer Sicht sinnvoll gewesen.
Entscheidung mit Signalwirkung
Mit der Wiederwahl setzt der Rat auf personelle Kontinuität in einem zentralen Dezernat. Zugleich zeigte die Abstimmung, dass die Personalie parteiübergreifend umstritten bleibt. Dieckmann startet nun in seine zweite volle Amtszeit als Dezernent der Stadt Bochum.
