
Empfang der Bochumer Sporlerinnen und Sportler der Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris 2024 beim OB der Stadt Bochum
Empfang der Bochumer Sporlerinnen und Sportler der Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris 2024 beim OB der Stadt Bochum © Ruhr-Universität Bochum (RUB), Kramer
Nordrhein-Westfalen will Gastgeber für Olympische und Paralympische Spiele werden. Das Land hat gemeinsam mit zahlreichen Städten, darunter auch Bochum, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ein regionales Konzept vorgestellt. Die Initiative sieht Spiele verteilt über mehrere Städte entlang von Rhein und Ruhr vor.
Bochum soll Austragungsort für Fußball und Modernen Fünfkampf werden. Weitere Städte des Ruhrgebiets beteiligen sich mit Disziplinen wie Schwimmen, Handball, Rudern oder Radsport. Die Bewerbung steht unter dem Vorbehalt der Finanzierung sowie einer Bürgerbeteiligung in den beteiligten Kommunen.
Laut Landesregierung sollen rund 95 Prozent der benötigten Sportstätten bereits vorhanden oder durch temporäre Maßnahmen nutzbar gemacht werden. Ein temporäres Leichtathletikstadion mit angrenzendem Olympischen Dorf ist geplant – entweder in Köln oder Essen. Nach den Spielen soll das Gelände in ein urbanes Quartier mit Wohnraum und sozialer Infrastruktur umgewandelt werden.
Ministerpräsident Hendrik Wüst betont das Potenzial für eine neue Zuschauerdimension. Rund zehn Millionen Tickets könnten angeboten werden – mehr als bei bisherigen Spielen. Die Schwimmwettbewerbe in Gelsenkirchen sollen beispielsweise in einem Stadion mit bis zu 60.000 Plätzen stattfinden.
Die Entscheidung über eine offizielle Bewerbung Deutschlands beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) trifft der DOSB im September 2026. Bis dahin bleibt offen, ob das Konzept aus Nordrhein-Westfalen zum Zug kommt. Bochum und das Ruhrgebiet wären dann erstmals zentrale Bühne für das größte Sportereignis der Welt.
