Beitrag: Norovirus-Infektionen deutlich gestiegen
Noroviren verursachen Übelkeit, Erbrechen und heftige Durchfälle. Sie verbreiten sich auch in Bochum von Mensch zu Mensch oder über verunreinigte Gegenstände.

Foto: AOK/colourbox/hfr.

In Bochum sind die gemeldeten Norovirus-Fälle im vergangenen Jahr angestiegen. Gesundheitskassen und Fachleute verweisen auf einfache Hygieneregeln als wichtigsten Schutz. Besonders Kinder und ältere Menschen gelten als gefährdet.

Die Zahl der Norovirus-Infektionen in Bochum ist gestiegen. Nach Angaben der AOK NordWest wurden im Jahr 2025 insgesamt 496 Fälle registriert. Im Jahr zuvor waren es 396. Grundlage der Auswertung sind Daten des Robert Koch-Institut. Die Erkrankung tritt ganzjährig auf, mit Häufungen in den Wintermonaten.

Deutlicher Anstieg der Fallzahlen

Noroviren zählen zu den häufigsten Auslösern von nicht-bakteriellen Magen-Darm-Erkrankungen. Die aktuellen Zahlen zeigen eine Zunahme innerhalb eines Jahres.

Besonders betroffen sind Kinder unter fünf Jahren sowie ältere Menschen. Bei ihnen kann es schneller zu Komplikationen kommen.

Symptome und Verlauf

Eine Infektion mit Norovirus-Infektion äußert sich meist durch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Häufig kommen Bauch- und Gliederschmerzen hinzu.

Die Erkrankung verläuft in vielen Fällen kurz. Nach ein bis zwei Tagen klingen die Symptome häufig ab. Dennoch kann der Flüssigkeitsverlust belastend sein.

Behandlung und Verhalten im Krankheitsfall

Bei einer Infektion wird empfohlen, sich zu schonen und ausreichend zu trinken. Der Ausgleich von Flüssigkeit und Salzen ist entscheidend.

Leicht verdauliche Nahrung kann unterstützend wirken. In einigen Fällen kommen Elektrolytlösungen zum Einsatz.

Übertragungswege der Viren

Noroviren werden vor allem von Mensch zu Mensch übertragen. Häufig erfolgt die Ansteckung über sogenannte Schmierinfektionen.

Auch verunreinigte Gegenstände oder Lebensmittel können eine Rolle spielen. In bestimmten Situationen ist eine Übertragung über Tröpfchen möglich.

Hygieneregeln als wichtigste Schutzmaßnahme

Da es keine Impfung gibt, kommt der Hygiene eine zentrale Bedeutung zu. Regelmäßiges Händewaschen mit Seife gilt als wichtigste Maßnahme.

Zusätzlich empfiehlt das Robert Koch-Institut den Einsatz geeigneter Desinfektionsmittel. Diese sollten als „begrenzt viruzid PLUS“ gekennzeichnet sein.

Verhalten zur Vermeidung von Ansteckungen

Erkrankte sollten Kontakte möglichst reduzieren. Eigene Hygieneartikel und, wenn möglich, separate Sanitärbereiche sind sinnvoll.

Auch bei der Zubereitung von Lebensmitteln ist Vorsicht geboten. Erkrankte sollten keine Speisen für andere zubereiten.

Hygiene im Alltag

Lebensmittel sollten gründlich gewaschen und ausreichend erhitzt werden. Geschirr und Besteck sind mit heißem Wasser zu reinigen.

Auch Kleidung und Textilien können Viren übertragen. Eine Wäsche bei mindestens 60 Grad wird empfohlen.

Ansteckungsgefahr über die Erkrankung hinaus

Die Viren können noch Tage nach Abklingen der Symptome ausgeschieden werden. Fachleute gehen von bis zu zwei Wochen aus.

Hygienemaßnahmen sollten daher auch nach der akuten Erkrankung fortgeführt werden.

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