Beitrag: Mehr Windpockenfälle in Bochum: Ärzte raten zur Impfung
Windpocken gehören zu den häufigsten Kinderkrankheiten und sind äußerst ansteckend. Daher rät die AOK dazu, insbesondere Kinder gegen Windpocken impfen zu lassen.

Foto: AOK/Colourbox/hfr.

Ansteckende Kinderkrankheit breitet sich weiter aus

In Bochum sind zuletzt mehr Fälle von Windpocken registriert worden. Nach Angaben des Robert Koch-Institut wurden im vergangenen Jahr 83 Erkrankungen gemeldet. Das sind zehn Fälle mehr als im Jahr 2024. Bereits 2023 lag die Zahl auf einem ähnlichen Niveau.

Gesundheitsexperten empfehlen vor diesem Hintergrund, insbesondere Kinder impfen zu lassen.

Impfung als wirksamer Schutz

Auslöser der Erkrankung ist das Varizellen-Zoster-Virus, das leicht über die Luft übertragen wird. Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine Grundimmunisierung im Kleinkindalter. Diese besteht aus zwei Impfungen im Abstand von mindestens vier Wochen.

„Windpocken gehören zu den häufigsten Kinderkrankheiten und sind äußerst ansteckend“, sagt Jörg Kock von der AOK. Die Kosten für empfohlene Impfungen übernehmen in der Regel die gesetzlichen Krankenkassen.

Hohe Ansteckungsgefahr

Besonders tückisch ist der frühe Beginn der Ansteckungsphase. Bereits einen Tag vor dem sichtbaren Hautausschlag können Infizierte andere Personen anstecken.

Typische Symptome treten oft erst nach zehn Tagen bis drei Wochen auf. Dazu zählen Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Kurz darauf entwickelt sich ein juckender Hautausschlag mit Bläschen, die eine ansteckende Flüssigkeit enthalten.

Juckreiz nicht unterschätzen

Mediziner raten, die Bläschen nicht aufzukratzen. Andernfalls drohen Narben und zusätzliche Infektionen. Lindernde Salben können den Juckreiz reduzieren.

Nach der Erkrankung verbleiben die Viren im Körper. Sie können später erneut aktiv werden und dann eine Gürtelrose auslösen.

Information für Eltern wichtig

Die Entscheidung über eine Impfung liegt bei den Eltern. Fachleute empfehlen jedoch, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Ziel ist es, Infektionen zu vermeiden und die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen.

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