
Haus Kemnade
Ein gefeierter Zeitgenosse von Mozart, Haydn und Beethoven steht am Sonntag, 8. November, im Mittelpunkt der traditionellen Matinee. Im barrierefreien Sheffieldraum erwartet die Gäste Kammermusik, Oboenklänge und autobiografische Lesungen bei freiem Eintritt.
Er zählte zu den produktivsten Tonsetzern seiner Epoche, bereiste die europäischen Kulturmetropolen von Paris bis London und stand in engem Austausch mit den Lichtgestalten seiner Zeit: Dennoch ist der böhmisch-österreichische Komponist Adalbert Gyrowetz (1763–1850) heute weitgehend aus den Konzertsälen verschwunden. Die traditionsreiche Burgserenade auf Haus Kemnade (An der Kemnade 10, Hattingen) widmet sich am Sonntag, 8. November 2026, ab 11:00 Uhr der Wiederentdeckung dieses außergewöhnlichen Meisters der Wiener Klassik.
Vielseitiges Ensemble und Lesung aus der Autobiografie
Ein hochkarätig besetztes Instrumentalensemble rückt das Schaffen von Gyrowetz mit einem facettenreichen Querschnitt wieder ins Bewusstsein der Musikliebhaber:
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Besetzung: Hans Heinrich Kriegel (Oboe), Lucius Rühl (Klavier), Elke Fabri (Violine), Wolfgang Fabri und Michael Glatz (Viola) sowie Imola Gomos (Violoncello).
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Konzertprogramm: Zur Aufführung gelangen der 3. Satz aus der Sinfonie C-Dur, das virtuose Klaviertrio in G-Dur sowie die Sinfonie in B-Dur.
Zwischen den kammermusikalischen Sätzen wird der Musikhistoriker James Brown aus der Autobiografie von Adalbert Gyrowetz lesen und dem Publikum persönliche Einblicke in den Alltag, die Reisen und die Begegnungen des Komponisten im 18. und 19. Jahrhundert geben.
Ein gefeierter Star der europäischen Bühnen
Gyrowetz’ Lebenswerk ist monumental: Sein überliefertes Œuvre umfasst mehr als 60 Sinfonien, über 30 Opern und Singspiele sowie eine Fülle an Streichquartetten, Instrumentalkonzerten und Klaviermusiken. Seine Werke wurden in Wien, Paris und London nicht nur gefeiert, sondern auch verlegt und gedruckt.
Sein Renommee spiegelte sich in engsten Kontakten zur ersten Riege der Musikgeschichte wider: Niemand Geringeres als Wolfgang Amadeus Mozart dirigierte 1785 in Wien eine Sinfonie des jungen Gyrowetz. Zudem verband ihn eine enge Freundschaft mit Joseph Haydn, mit dem er sich in London prestigeträchtige Kompositionsaufträge für renommierte Konzertreihen teilte, und auch Ludwig van Beethoven schätzte den Kollegen.
Veranstaltungsort und Eintritt
Die Matinee findet im barrierefreien Sheffieldraum der Wasserburg Haus Kemnade statt. Der Eintritt zum Konzert ist frei.
