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Ab dem 1. November sind im Revier Meistereien in Gelsenkirchen, Recklinghausen, Dorsten und Kamen rund um die Uhr einsatzbereit. Die Steuerzentrale in Hamm überwacht Straßenzustand und Glättegefahren mit modernster Sensortechnik.
Wenn Glatteis und Schneefall die Autobahnen im Ruhrgebiet herausfordern, greifen eingespielte Notfallpläne: Am Sonntag, 1. November 2026, beginnt für die Autobahn GmbH des Bundes offiziell die neue Wintersaison. Um das hochfrequentierte Verkehrsnetz in der Metropole Ruhr und ganz Westfalen auch bei extremen Witterungsbedingungen befahrbar zu halten, stehen in der Niederlassung Westfalen rund 500 Straßenwärterinnen und Straßenwärter bereit. Sie rücken im Bedarfsfall an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr mit 177 Spezialfahrzeugen aus.
Meistereien im Revier: Volle Lager und einsatzbereite Räumflotten
Für die Autobahnen im Ruhrgebiet sind vier zentrale Meistereien zuständig. Deren Fuhrparks und Salzlager wurden in den vergangenen Wochen vollständig auf den Winterbetrieb vorbereitet:
| Autobahnmeisterei | Spezialfahrzeuge | Personalstärke | Salzhallen / Silos | Eingelagertes Salz |
| Gelsenkirchen | 9 | 32 | 1 Halle | 532 t |
| Recklinghausen | 10 | 27 | 1 Halle | 697 t |
| Dorsten | 10 | 28 | 3 Hallen | 1.451 t |
| Kamen | 10 | 31 | 3 Hallen | 1.467 t |
Zusammen halten allein diese vier Revier-Stützpunkte fast 4.150 Tonnen Streusalz und 39 Räum- und Streufahrzeuge vor, um die zentralen Verkehrsachsen im Ruhrgebiet schnee- und eisfrei zu halten. Niederlassungsweit lagern in 43 Salzhallen und vier Silos 25.000 Tonnen Salz; zusätzliche 18.000 Tonnen dienen im Zentrallager Saerbeck als strategische Reserve.
Umweltschonende Flüssigsole spart bis zu 70 Prozent Salz
Auf den Autobahnen setzt die Gesellschaft verstärkt auf moderne FS100-Flüssigstreuung – eine reine, 100-prozentige Salzlösung. Diese Sole haftet unmittelbar auf der Fahrbahnoberfläche, verweht nicht durch den Fahrtwind des Verkehrs und entfaltet eine längere Schutzwirkung.
Mit lediglich 15 bis 20 Gramm Salz pro Quadratmeter (etwa drei Teelöffel) sinkt der Materialverbrauch bei der vorbeugenden Ausbringung um bis zu 70 Prozent gegenüber herkömmlichem Trockensalz. Zudem können die Streufahrzeuge mit höherer Geschwindigkeit fahren, was Verkehrsbehinderungen und Staus im dichten Berufsverkehr minimiert.
Winterdienstzentrale Hamm überwacht Straßen per Sensorik rund um die Uhr
Gesteuert werden alle Einsätze zentral aus Hamm. Ab dem 1. November ist die dortige Winterdienstzentrale im 24-Stunden-Betrieb besetzt. Die Disponenten stützen sich neben den Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes auf ein dichtes Netz von Wettersonden entlang der Autobahnen.
Messwerte zu Fahrbahntemperatur, Luftfeuchte, Taupunkt, Niederschlag und Griffigkeit der Fahrbahn liefern exakte Frühwarnungen, sodass Streutrupps oft schon vor dem ersten Reif- oder Eisansatz präventiv ausrücken können.
Die Autobahn GmbH appelliert gleichzeitig an die Sorgfalt aller Autofahrenden: Aus Sicherheitsgründen dürfen geschlossene Räumverbände auf keinen Fall überholt werden. Neben angepasster Fahrweise bleibt eine vorschriftsmäßige Winterbereifung unerlässlich.
