Beitrag: Laternenbasteln, Dampftechnik und Stollenabenteuer auf der Zeche Nachtigall
Zeche Nachtigall

(c) Sebastian Sendlak

Das LWL-Museum Zeche Nachtigall in Witten lockt im kommenden Monat mit abwechslungsreichen Aktionen für Jung und Alt. Neben der historischen Fördermaschine, dem beliebten Familiensonntag und kreativen Workshops steht die Sonderausstellung zum DDR-Uranabbau im Fokus.

Der Wittener Museumsstandort präsentiert sich auch in der kühleren Jahreszeit lebendig und vielseitig. Den Auftakt in den November markiert am Sonntag, 1. November, der beliebte Familiensonntag: Von 11:30 bis 16:30 Uhr können Kinder eigene Laternen basteln, während um 13:30 und 15:00 Uhr jeweils dreißigminütige Familienführungen über Tage zum Thema Bergbau für Kinder ab vier Jahren angeboten werden. Wer unter die Erde möchte, kann zwischen 10:30 und 16:30 Uhr an stündlichen Stollenbegehungen teilnehmen.

Dampfende Industriegeschichte und tiefe Stolleneinblicke

An allen Sonntagen im November erwacht zudem ein echter Gigant der Industriegeschichte zum Leben: Bei der Vorführung „Dinosaurier der Technik“ setzt sich die historische Dampffördermaschine in Bewegung. Der Koloss förderte einst Steinkohle nach über Tage und trieb Entwässerungspumpen an. Die halbstündigen Demonstrationen finden am 1. November um 12:30 Uhr sowie an den Sonntagen 8., 15., 22. und 29. November jeweils um 12:30 und 14:00 Uhr statt; teilnehmen können Gäste zum regulären Museumseintritt.

Für bergbauinteressierte Familien gibt es an den Samstagen 7., 14. und 21. November jeweils um 13:30 Uhr sowie am 28. November um 14:30 Uhr weitere Über-Tage-Führungen. Ein Höhepunkt für Entdecker ab zehn Jahren folgt am Samstag, 7. November, um 14:00 Uhr: Die „Große Bergwerkstour“ führt durch den Nachtigall- und den Dünkelbergstollen und kostet sechs Euro zuzüglich Eintritt. Reguläre Stollenführungen dauern rund eine Stunde und finden dienstags bis freitags um 12:00 und 15:30 Uhr sowie an Samstagen und Sonntagen um 11:00, 13:00, 15:00 und 16:30 Uhr statt. Wegen einer Begrenzung auf zehn Personen pro Gruppe und einem Mindestalter von sechs Jahren wird eine rechtzeitige Buchung über den Onlineshop empfohlen.

Kreativität mit Neurographik, Geologie und Sonderausstellung

Kunstinteressierte kommen am Samstag, 14. November, auf ihre Kosten. Von 14:00 bis 17:30 Uhr leitet Kunsttherapeutin Kristina Kühne einen Zeichenworkshop zur Methode der Neurographik an. Die Teilnehmenden gestalten ohne nötige Vorkenntnisse ihren eigenen sogenannten „Neurobaum“, um Entspannung mit Selbstreflexion zu verbinden; die Gebühr beträgt inklusive Material und Museumseintritt 26 Euro. Am Sonntag, 22. November, erläutert die Führung „Alles aus einem Berg“ um 14:30 Uhr die Geologie rund um den Hettberg zum regulären Eintrittspreis.

Flankiert wird das Monatsprogramm von der aktuellen Sonderausstellung „Gesichter der Wismut – Strahlender Alltag, Geheimnisse und Folgen des Uranabbaus in der DDR“, die noch bis zum 13. März 2027 zu sehen ist. Die Schau beleuchtet in vier Themenräumen die Geschichte des ostthüringischen Bergbaus und das Spannungsfeld der Beschäftigten zwischen privilegierter sozialer Versorgung und staatlicher Geheimhaltung.

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