Beitrag: ICE-Halte in Bochum: Deutsche Bahn nimmt Streichungen weitgehend zurück
ICE (DB)

(c) Sebastian Sendlak

Die Deutsche Bahn hat ihre Kürzungspläne für 2027 nachgebessert. Statt zwölf Halten entfallen im Herbst nur sechs Verbindungen für knapp zwei Monate.

Aufatmen für Bahnreisende und Pendelnde am Bochumer Hauptbahnhof: Die Deutsche Bahn hat ihre umstrittenen Planungen für das Jahr 2027 überarbeitet und die vorgesehenen Streichungen im ICE-Fernverkehr weitgehend revidiert. Ursprünglich stand im Raum, täglich zwölf reguläre Halte der schnellen Züge in der Ruhrgebietsmetropole zu streichen. Nach intensiven Verhandlungen sollen nun lediglich sechs tägliche ICE-Halte entfallen – und dies auch nur über einen eng begrenzten Zeitraum von knapp zwei Monaten im Herbst 2027. Die Einigung sichert die überregionale Erreichbarkeit des Wirtschafts-, Wissenschafts- und Gesundheitsstandorts Bochum im kommenden Fahrplanjahr.

Politischer Schulterschluss bringt Bahn zum Einlenken

Der Kurswechsel des Konzerns ist das Ergebnis direkter und vertraulicher Gespräche zwischen der Kommunal- und Landespolitik und dem Bahn-Management. Der Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel setzte sich gemeinsam mit Oberbürgermeister Jörg Lukat, dem Europaabgeordneten Dr. Tobias Cremer sowie den Landtagsabgeordneten Andrea Busche und Dr. Bastian Hartmann für den Erhalt der Fernverkehrsanbindung ein. Die Beteiligten setzten dabei nach eigenen Angaben bewusst auf lösungsorientierte Sacharbeit und vertraulichen Dialog statt auf öffentlichkeitswirksame Konfrontation.

Auch wenn die unvermeidbaren baubedingten Einschränkungen auf dem Schienennetz im kommenden Jahr eine spürbare Belastung für den Bahnverkehr bleiben, werten die Verantwortlichen das Ergebnis als wichtiges Signal: Bochum werde als Oberzentrum nicht vom Fernverkehr abgehängt. Die Kommunalpolitik kündigte an, die weiteren Abstimmungen zu den Baumaßnahmen und Fahrplänen weiterhin engmaschig zu begleiten.

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