Beitrag: Eisenbahnmuseum Dahlhausen: Sanierung dringend nötig
Eisenbahnmuseum Dahlhausen-11

(c) Alexander Stahl

Der Landtagsabgeordnete Bastian Hartmann fordert mehr Geld für das Eisenbahnmuseum Bochum. Der historische Lokschuppen benötigt dringend Fördermittel.

Der Bochumer SPD-Landtagsabgeordnete Bastian Hartmann hat das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen besucht, um sich vor Ort über die aktuelle Lage des überregional bekannten Kultur- und Bildungsortes zu informieren. Im Zentrum der Gespräche mit Museumsleiter Harald Reese sowie den ehrenamtlichen Vorständen Volker Böhm und Nikolai Ingenerf stand der akute bauliche Sanierungsbedarf des historischen Lokschuppens. Vor allem die in den 1970er-Jahren eingebaute Glasfassade weist gravierende Schäden auf, da zunehmend Scheiben herausbrechen und die Bausubstanz gefährden. Der Politiker mahnt daher rasche Instandsetzungsmaßnahmen an, um den langfristigen Erhalt der denkmalgeschützten Anlage zu sichern. Das größte private Eisenbahnmuseum Deutschlands sieht sich vor erhebliche finanzielle Hürden gestellt.

Marode Glasfassade gefährdet historische Dampfloks

Die Verglasung aus den Siebzigerjahren halte den Witterungsbedingungen nicht mehr stand und müsse zeitnah erneuert werden, um den Fahrzeugen einen sicheren Unterstand zu bieten, betont Hartmann bei seinem Rundgang. Das Haus sei nicht nur ein Wahrzeichen für die Stadt Bochum, sondern ein herausragendes Denkmal der Industriekultur in ganz Deutschland. Technikgeschichte wie die betriebsfähige preußische Dampflok P8 aus dem Jahr 1918 ziehe seit 1977 Besucher weit über die Region hinaus in ihren Bann. Das historische Mauerwerk des Lokschuppens verfalle jedoch zusehends und benötige substanzielle Unterstützung. Zwar stelle das Land Nordrhein-Westfalen bereits erste Fördermittel bereit, diese reichen nach Einschätzung des Abgeordneten jedoch bei weitem nicht aus, um die Gesamtmaßnahme zu finanzieren.

Hartmann fordert deshalb mit Nachdruck, die bestehende Förderlücke zeitnah zu schließen, damit die Anlage ein attraktiver Anziehungspunkt für Technikinteressierte aus dem gesamten Bundesgebiet bleibe. Ein besonderes Augenmerk richtet sich auf die enorme Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit vor Ort. Mehr als 100 freiwillige Helferinnen und Helfer halten den Museumsbetrieb mit unermüdlichem Einsatz am Laufen und engagieren sich bei Führungen, an den Kassen sowie bei Reparaturen in den Werkstätten. Bereits aus Respekt vor diesem bürgerschaftlichen Einsatz sei es unerlässlich, das Museum verlässlich mit den erforderlichen Sanierungsmitteln auszustatten. Die Beteiligten hoffen nun auf zusätzliche Signale aus der Landespolitik, um die Instandsetzungsarbeiten am Lokschuppen zeitnah ausschreiben zu können.

Auf Social Media teilen