Beitrag: Sorge um Kunst am Blumenfriedhof
Reliefs an der Trauerhalle Blumenfriedhof

(c) UWG Freie Bürger

Die Flachreliefs an der Rückseite der Trauerhalle auf dem Bochumer Blumenfriedhof an der Harpener Straße rücken in den Fokus der Kommunalpolitik.

Das dreiteilige Kunstwerk, das trauernde Frauenfiguren in verschiedenen Lebensphasen abbildet, weist sichtbare Schäden auf. Angesichts der Verwitterungsspuren verlangt die Ratsgruppe UWG: Freie Bürger – BSW nun eine fachliche Begutachtung und Schritte zur dauerhaften Sicherung der Skulpturen.

Geschaffen wurden die Wandbilder von dem bekannten Bochumer Bildhauer Walter Kruse (1912–1999). Das Werk des Künstlers prägt das Bochumer Stadtbild an vielen zentralen Orten, unter anderem durch die renommierte Bronze-Neuschöpfung des historischen Kuhhirtendenkmals in der Innenstadt. Umso schwerer wiegt der aktuelle Erhaltungszustand der Reliefs an der Trauerhalle: Vor allem die mittlere Darstellung zeigt deutliche Abnutzungen und bauliche Beeinträchtigungen.

Fragenkatalog an den Kulturausschuss der Stadt Bochum

Die Ratsgruppe hat das Thema daher auf die Tagesordnung des städtischen Kulturausschusses gesetzt. In einer Anfrage soll die Verwaltung klären, ob die Werke bereits unter restauratorischen Gesichtspunkten untersucht wurden und welches Schadensbild dabei genau festgestellt werden konnte.

Zusätzlich fordert die Initiative Auskunft darüber, wann eine denkmalgerechte Sanierung umgesetzt werden könnte, welche Kosten hierfür veranschlagt werden müssen und inwieweit staatliche Fördermittel zur Unterstützung herangezogen werden können.

„Die Reliefs sind Teil des öffentlichen Kunst- und Kulturerbes unserer Stadt. Wenn erste deutliche Schäden sichtbar sind, sollte rechtzeitig geprüft werden, wie die Werke dauerhaft erhalten werden können“, betont Ulli Engelbrecht, sachkundiger Bürger im Kulturausschuss.

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