Beitrag: Bochumer Sicherheitstag zeigt starke Hilfe auf dem Boulevard
Bochumer Sicherheitstag auf dem Boulevard

(c) Sebastian Sendlak

Der Bochumer Boulevard verwandelt sich in eine interaktive Sicherheitsmeile. Dreizehn Hilfsorganisationen laden zum Mitmachen ein und stärken den Zusammenhalt.

Unter dem Motto „Miteinander füreinander“ hat die Stadt Bochum am Samstag den Bochumer Sicherheitstag in der Innenstadt veranstaltet. Am Samstag präsentierten sich Hilfsorganisationen, Rettungsdienste und Behörden direkt auf dem zentralen Boulevard, um ihre Arbeit greifbar zu machen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten an zahlreichen interaktiven Ständen lernen, wie sie sich in Notlagen richtig verhalten und wie die eigene Selbsthilfefähigkeit gestärkt wird. Für die kostenfreie Veranstaltung wurde der Boulevard für den gesamten Fahrzeugverkehr gesperrt, während der öffentliche Nahverkehr großräumig umgeleitet wurde.

Bevölkerungsschutz und Rettungsdienst mitten in der City Bochum

Insgesamt 13 Institutionen gaben vor Ort praxisnahe Einblicke in ihre täglichen Einsatzbereiche. Neben der Feuerwehr und dem Rettungsdienst der Stadt Bochum beteiligten sich die Notfallseelsorge, das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariter-Bund, der Malteser Hilfsdienst sowie die Johanniter-Unfall-Hilfe. Auch das städtische Ordnungs- und Veterinäramt, die Polizei NRW, das Technische Hilfswerk, die Bundeswehr, die DLRG, die Bogestra und das Referat für Krisenmanagement waren mit Ständen vertreten.

Für den scheidenden Stadtdirektor Sebastian Kopietz bot der Tag einen passenden Rahmen, um die Bedeutung gemeinsamer Netzwerke hervorzuheben. „Wir haben es geschafft, die ganze Meile Gewerke zu versammeln“, betonte Sebastian Kopietz vor den versammelten Organisationen und Gästen. Er erklärte zudem, wie stark sich die Gefahrenlagen gewandelt haben: „Weil das vor zehn Jahren noch die Starkregen-Ereignisse waren und so langsam die ersten Klimafolgen, reden wir heute in ganz anderer Art und Weise über Cyber-Bedrohungen, über supride Bedrohungslagen.“ Für Kopietz war der Termin zugleich ein persönlicher Abschied, da er zum 1. Oktober als stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Beigeordneter zum Deutschen Städtetag wechselt.

Starkes Krisenmanagement und Selbsthilfe auf dem Boulevard

Neben der Schau von Einsatzfahrzeugen und Rettungstechnik stand die direkte Einbindung des Publikums im Mittelpunkt der Aktion. Familien nutzten die Gelegenheit, um an den Stationen spielerisch Hintergrundwissen zu Notfallplänen, Brandschutz und Erster Hilfe zu sammeln. Viele Bochumerinnen und Bochumer nutzten das direkte Gespräch mit den haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, um Berührungsängste vor Notfallsituationen abzubauen.

Mario Reuther vom Referat für Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz hob besonders die Aktionen für den Nachwuchs hervor. „Wir haben heute wieder eine Kinderrallye sozusagen“, gab Mario Reuther den teilnehmenden Einsatzkräften vor Ort mit auf den Weg. Während die Kinder Fragen beantworteten, konnten die Eltern genau erfahren, welche Aufgaben die einzelnen Einheiten im Ernstfall übernehmen. Mit der Verpflegung durch das DRK und großem ehrenamtlichen Einsatz klang der Tag um 17 Uhr erfolgreich aus.

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(c) Sebastian Sendlak

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