
Dariusz Wosz und Uwe Rösler im Metropolis Kino
(c) Sebastian Sendlak
Eine prägende Figur des Bochumer Fußballs verlässt ihren Heimatverein: Der VfL Bochum 1848 und Dariusz Wosz haben ihre langjährige Zusammenarbeit mit dem Abschluss der Sommerferiencamps der clubeigenen Fußballschule 2026 im gegenseitigen Einvernehmen beendet.
Der ehemalige Spielmacher und Publikumsliebling informierte die Vereinsführung über seinen Entschluss, das Amt aus persönlichen Gründen niederzulegen, um sich künftig neuen beruflichen Aufgaben und Herausforderungen zu widmen. Der Traditionsclub entsprach der Bitte seiner Identifikationsfigur und würdigte die außergewöhnlichen Verdienste des 57-Jährigen für die Blau-Weißen.
Vom gefeierten Spielmacher zum Leiter der Fußballschule
Die Verbindung zwischen Dariusz Wosz und dem VfL Bochum erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte und gehört zu den erfolgreichsten Kapiteln der jüngeren Vereinsgeschichte. In insgesamt zwölf Jahren im blau-weißen Trikot absolvierte der 17-fache deutsche Nationalspieler, der zuvor auch sieben Einsätze für die DDR-Auswahl bestritten hatte, 383 Pflichtspiele und erzielte dabei 45 Treffer. Als Kapitän führte er die Mannschaft 2004 zu einer historischen Bundesliga-Saison und in den damaligen UEFA-Cup.
Nach dem Ende seiner aktiven Profikarriere blieb Wosz dem Verein eng verbunden. Er engagierte sich über viele Jahre in der Nachwuchsausbildung, trainierte Jugendmannschaften und übernahm schließlich die Gesamtleitung der VfL-Fußballschule. Dort gab er sein Wissen an unzählige Nachwuchstalente im Revier weiter.
Die Leitung und das Trainerteam der Fußballschule werden den Ausbildungs- und Campbetrieb mit neuen Kräften nahtlos fortführen. Der VfL Bochum bedankte sich offiziell bei seiner Vereinsikone für die jahrzehntelange Loyalität und den Einsatz in verschiedenen Funktionen und wünschte „Darek“ für den weiteren Lebensweg alles Gute.
