Beitrag: Deutsches Bergbau-Museum: Programm im September
Bochum im Spaetherbst 10.12.2020 –

Deutsches Bergbau-Museum (Foto: Sebastian Sendlak)

Vom Tag des offenen Denkmals bis zum TISA-Preis: Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum bietet im September ein vielseitiges Programm für alle Generationen.

Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum startet mit einem abwechslungsreichen Monatsplan in den Spätsommer. Nach einem erfolgreichen August, in dem rund 1.100 Gäste das Himmelsereignis der Sonnenfinsternis vor Ort verfolgten, richtet sich der Blick nun auf neue Höhepunkte. Im September stehen neben dem bundesweiten Tag des offenen Denkmals auch der Weltkindertag und das städtische Wissensfestival „Geistesblitz“ auf der Agenda. Interessierte können sich auf neue Führungsformate, interaktive Workshops sowie Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte freuen. Das Museumsteam betont, dass man Geschichte und Wissenschaft auf unterschiedlichen Ebenen erlebbar machen wolle.

Freier Eintritt und Sonderführungen am Denkmaltag

Am Sonntag, 13. September, öffnet das Museum seine Türen bei freiem Eintritt anlässlich des Tages des offenen Denkmals. Im Fokus steht das Doppelstreben-Fördergerüst, auch als „Doppelbock“ bekannt, dessen Architektur und Geschichte in Kurzführungen erläutert werden. Unter dem Motto „Up & Down“ kooperiert das Museum mit der Stadt Bochum und der Kortum-Gesellschaft e.V., wobei abgestimmte Rundgänge von der U-Bahn-Haltestelle bis zum Fördergerüst führen. Auch außerhalb des Bochumer Stadtgebiets sind Museumsexperten im Einsatz: In Sprockhövel-Haßlinghausen gewähren Forschende Einblicke in mittelalterliche Stollen und die montanarchäologische Arbeit. Ergänzend dazu lädt eine Aktionsfläche im Haus zum Spielen und Mitmachen ein.

Im Laufe des Monats ergänzen weitere zielgruppenspezifische Termine den Veranstaltungskalender. Am Samstag, 12. September, startet um 11:00 Uhr der Kinderworkshop „Schatten, Licht und ich!“, gefolgt von der Technikführung „Erinnerungen aus dem Henkelmann“ am Mittwoch, 16. September. Am selben Tag dient das Museum als feierlicher Rahmen für die Verleihung des renommierten TISA-Preises 2026 an die Künstlerin Jody Korbach. Zum Monatsausklang beteiligt sich das Haus am Freitag, 25. September, ab 16:00 Uhr aktiv am Bochumer Wissensfestival „Geistesblitz“.

Digitale Erschließung historischer Schmuckbriketts

Parallel zu den öffentlichen Veranstaltungen treibt das Dokumentationszentrum montan.dok wichtige Forschungsarbeiten voran. Ein siebenköpfiges Team unter Leitung von Dr. Michael Farrenkopf digitalisiert derzeit die rund 5.000 historischen Präge- und Schmuckbriketts des Hauses. Diese Braunkohlebriketts dienten einst als limitierte Erinnerungsstücke für Jubiläen oder politische Ereignisse und werden nun nach den Standards des Deutschen Museumsbundes erfasst. Ziel des bis 2027 laufenden Projekts ist es, ein kontrolliertes Vokabular aufzubauen und die Datensätze über „museum-digital“ öffentlich zugänglich zu machen. Zudem widmet sich das montan.dok als „Objekt des Monats“ der Bergbau-Protestgeschichte aus den 1980er-Jahren.

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