
Christuskirche, links die Evangl. Stadtakademie
Die Evangelische Stadtakademie startet am 2. September ihre neue Filmreihe in Wiemelhausen. Im Fokus stehen individuelle und gesellschaftliche Facetten von Trauer.
Mit einem echten Klassiker der Filmgeschichte eröffnet das FilmForum der Evangelischen Stadtakademie und der Kirchengemeinde Wiemelhausen seine neue Veranstaltungsreihe. Ab Mittwoch, 2. September, setzt sich das monatliche Programm mit dem komplexen Spannungsfeld von Trauer, Verlust und Sinnsuche auseinander. Die Vorführungen finden jeweils im Kleinen Melanchthonsaal an der Königsallee 48 statt und beginnen um 19 Uhr. Das Format verbindet cineastische Höhepunkte mit der Einladung zur gemeinsamen Reflexion im Anschluss an die Leinwandbeiträge. Alle Interessierten können die Filmabende kostenfrei besuchen.
Ingmar Bergmans Meisterwerk eröffnet das FilmForum
Den Auftakt der Reihe markiert das 1957 in Schwarzweiß gedrehte Mysterienspiel des schwedischen Regisseurs Ingmar Bergman. Die Handlung versetzt das Publikum in das von der Pest gezeichnete Mittelalter und begleitet den Ritter Block auf seiner Rückkehr von den Kreuzzügen. Verzweifelt sucht die Hauptfigur nach einem tieferen Sinn im Dasein sowie nach einem greifbaren Zeichen für die Existenz Gottes. Das Werk besticht durch prominente Darsteller wie Max von Sydow, Gunnar Björnstrand, Bengt Ekerot, Nils Poppe und Bibi Andersson.
Die Veranstalter betonen, dass das Kino ein ideales Medium sei, um seelische Grenzsituationen und existenzielle Fragen sichtbar zu machen. Die ausgewählten Produktionen beleuchten daher sowohl den ganz persönlichen Schmerz von Individuen als auch gemeinschaftliche Trauerprozesse. Nach jeder Vorführung erhalten die Gäste ausreichend Zeit, um über die gezeigten Motive und ihre Wirkung zu diskutieren. Der Eintritt zu allen Vorführungen der Reihe ist vollständig frei.
Programm bis Dezember mit internationalen Filmklassikern
In den Folgemonaten präsentiert die Reihe weitere prägende Werke internationaler Autoren- und Hollywood-Regisseure jeweils am ersten Mittwoch des Monats. Am 7. Oktober steht das vielgelobte Drama des polnischen Regisseurs Krzysztof Kieślowski aus dem Jahr 1993 auf dem Programm. Es folgt am 4. November eine bekannte US-amerikanische Produktion von Jerry Zucker aus dem Jahr 1990, die sich emotional mit Abschied und Verbundenheit befasst. Den Jahresabschluss bildet am 2. Dezember das 1989 erschienene Antikriegsdrama von Regisseur Brian De Palma.
