Beitrag: Botanik-Tagung an der RUB: Grüne Zukunft im Ruhrgebiet
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Vom 6. bis 10. September 2026 versammelt die Deutsche Botanische Gesellschaft rund 500 internationale Forschende an der Ruhr-Universität Bochum.

Die internationale Pflanzenforschung gastiert im Spätsommer auf dem Universitätscampus in Bochum. Vom 6. bis zum 10. September 2026 richtet die Deutsche Botanische Gesellschaft ihre renommierte Fachtagung an der Ruhr-Universität Bochum aus. Nach 1980 übernimmt die Hochschule damit zum zweiten Mal die Rolle der Gastgeberin für das traditionsreiche Wissenschaftstreffen. Rund 500 Forschende aus etwa 40 Ländern reisen ins Revier, um fachübergreifend von der Molekularbiologie bis zur Ökosystemforschung aktuelle Erkenntnisse zu diskutieren. Die Leitung und lokale Organisation übernimmt Prof. Dr. Christopher Grefen, Direktor des Botanischen Gartens und Inhaber des Lehrstuhls für Molekulare und Zelluläre Botanik an der RUB.

Strukturwandel und Biodiversität im wissenschaftlichen Fokus

Das Motto der Konferenz lautet „From Industrial Past to Green Future“ und schlägt gezielt die Brücke zum regionalen Strukturwandel. Die Transformation von der einstigen Montanindustrie hin zu zukunftsfähigen Lösungen für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Biodiversitätsbewahrung steht dabei im Mittelpunkt, wobei den Pflanzenwissenschaften eine Schlüsselrolle zukommt. Als zentrale Veranstaltungsorte auf dem Campus dienen das universitäre Veranstaltungszentrum, das Hörsaalzentrum Ost sowie das Mensagebäude. Neben fachlichen Debatten feiert die Tagung die Bandbreite moderner Forschung und stärkt internationale Kooperationen.

Das hochkarätige Programm umfasst Plenarvorträge renommierter internationaler Gäste wie Dominique Bergmann von der US-amerikanischen Stanford University, Katie J. Field von der University of Sheffield, Ralph Bock vom Max-Planck-Institut in Potsdam-Golm sowie Virginia Armbrust von der University of Washington. Ebenso treten Forschende wie Asaph Aharoni vom Weizmann Institute in Israel, Liam Dolan aus Österreich, Laura Lagomarsino, Luke Bell und die Bochumer Expertin Prof. Dr. Ute Krämer ans Rednerpult. Ergänzend erwarten das Fachpublikum Grußworte von NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes, Tagungspräsident Christopher Grefen, Universitätsrektor Prof. Dr. Martin Paul, Bochums Oberbürgermeister Jörg Lukat sowie DBG-Präsident Prof. Dr. Andreas Weber, begleitet von 90 Kurzvorträgen und über 250 Postern.

Öffentlicher Abendvortrag und Nachwuchspreise in Bochum

Für die interessierte Stadtgesellschaft hält die Tagung ein besonderes Highlight bereit. Prof. Dr. Ute Krämer, Inhaberin des Lehrstuhls für Pflanzenphysiologie an der Ruhr-Universität, referiert am Montag, 7. September, um 20 Uhr im Hörsaal HZO 30 in einem öffentlichen Abendvortrag über die Schwermetall-Toleranz von Pflanzen. Der Eintritt zu diesem Vortrag steht allen Bürgerinnen und Bürgern ohne Vorbedingungen offen. Zudem zeichnet die Deutsche Botanische Gesellschaft am 9. September mit Dr. Michelle Rönspies, Dr. Jaccoline Zegers, Dr. Sarina Niedzwiedz und Dr. Paul Grünhofer vier aufstrebende Nachwuchsforschende für herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus.

Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit praxisnahen Workshops und Exkursionen rundet die Tagungstage im Ruhrgebiet ab. Die internationalen Delegationen besuchen unter anderem den Botanischen Garten der Ruhr-Universität, das Museum unter Tage im Schlosspark Weitmar, das Deutsche Bergbau-Museum sowie die traditionsreiche Bochumer Jahrhunderthalle. Die Exkursionen veranschaulichen den Gästen direkt vor Ort, wie industrielle Vergangenheit und moderne Kulturlandschaft im Ruhrgebiet ineinandergreifen. Damit verbindet die Fachtagung universitäre Spitzenforschung eng mit der gelebten Identität des Reviers.

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