
80 Jahre FDP Bochum
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Die Freien Demokraten in Bochum blicken auf eine lange Historie zurück. Bei einem Festakt im Kunstbunker feierte der Kreisverband sein 80-jähriges Bestehen.
Die FDP Bochum hat mit einer feierlichen Veranstaltung im geschichtsträchtigen Kunstbunker ihr 80-jähriges Bestehen zelebriert. Der aktuelle Kreisvorsitzende Léon Beck übernahm die Begrüßung der zahlreichen geladenen Gäste aus Politik und Gesellschaft. Unter den Anwesenden konnte er auch die ehemaligen Kreisvorsitzenden Richard Rausch und Bastian Gläser als Ehrengäste willkommen heißen. Das Jubiläum bot den Mitgliedern und Gästen einen feierlichen Rahmen, um sowohl die historische Entwicklung als auch die aktuellen politischen Leitlinien der Partei zu reflektieren. Die Geschichte des Verbandes ist seit jeher eng mit dem Wiederaufbau und der politischen Landschaft der Stadt Bochum verknüpft.
Blick zurück ins Gründungsjahr 1946: Auftrag bleibt aktuell
In seiner Ansprache schlug Léon Beck den Bogen zurück in das Gründungsjahr 1946, als Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und den Verbrechen der Shoah in Trümmern lag. Er rief den historischen Aufruf der Freien Demokraten Bochum aus der Zeit der Parteigründung in Erinnerung. Damals hieß es, dass ein Wiederaufbau Deutschlands nur gelingen könne, wenn sich die verantwortungsbewussten und klar denkenden Staatsbürger auf allen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Gebieten einbringen. Dieses historische Leitbild habe laut Beck bis zum heutigen Tag nichts von seiner fundamentalen Aktualität eingebüßt. Auch unter den modernen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen bleibe es der Kernauftrag der Liberalen, aktiv für Demokratie, Freiheit und Eigenverantwortung einzutreten.
„Soll Deutschland wieder aufgerichtet werden, dann kann das nur geschehen, wenn auf allen Gebieten politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens die verantwortungsbewussten und klar denkenden Staatsbürger mitwirken“, zitierte der Kreisvorsitzende Léon Beck aus dem Gründungsaufruf von 1946.
Moritz Körner betont Bedeutung der liberalen Mitte
Ein weiterer Höhepunkt des Programms war das Grußwort von Bochums Oberbürgermeister Jörg Lukat, welcher die parlamentarischen und kommunalen Verdienste der FDP Bochum der vergangenen Jahrzehnte würdigte. Die anschließende Festrede hielt der Europaabgeordnete Moritz Körner (MdEP). In seinen Ausführungen setzte sich Körner intensiv mit der Rolle des Liberalismus in der heutigen Zeit auseinander. Er unterstrich vor allem die tragende Rolle, die der liberalen Mitte im Gefüge der Bundesrepublik zukomme. Um den gesellschaftlichen Zusammenhalt langfristig zu sichern und die Zukunft der freiheitlichen Demokratie zu gewährleisten, sei eine starke liberale Stimme in den Gremien unverzichtbar.
„Die liberale Mitte ist unverzichtbar für unsere Demokratie“, hob Moritz Körner MdEP in seiner Festrede vor den Gästen im Kunstbunker hervor.
FDP Bochum blickt gestärkt in die politische Zukunft
Der Festakt im Kunstbunker verdeutlichte, dass der Kreisverband die Feierlichkeiten nicht nur als Rückschau, sondern auch als Startpunkt für kommende Aufgaben versteht. Die Kernwerte Freiheit, Toleranz und wirtschaftliche Vernunft sollen auch in den nächsten Jahren das Fundament der lokalen Parteiarbeit im Ruhrgebiet bilden. Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzten die Mitglieder und Gäste die Gelegenheit, sich bei Gesprächen über die zukünftige Ausrichtung der Bochumer Kommunalpolitik auszutauschen. Die FDP Bochum sieht sich nach acht Jahrzehnten Vereinsgeschichte personell und inhaltlich gut aufgestellt, um die anstehenden Herausforderungen der Stadt mitzugestalten.
