Beitrag: FSV Sevinghausen erhält neuen Kunstrasenplatz auf dem Esch
Die Spieler des FSV Sevinghausen und Offizielle der Stadt freuen sich über den neuen Kunstrasenplatz auf dem Esch in Wattenscheid

(Foto: Jenny Musall)

Die Zeit von Schlamm und Staub ist vorbei. Beim FSV Sevinghausen ist der neue Kunstrasenplatz eingeweiht worden und es wird in eine  positive Zukunft geblickt.

Großer Bahnhof an der Sportanlage in Bochum Wattenscheid für ein lang ersehntes Vereinsprojekt. Nach einer intensiven Bauzeit rollt der Ball bei den Fußballern vom FSV Sevinghausen auf modernem Untergrund statt auf der roten Asche. Insgesamt rund 1,5 Millionen Euro hat die neue Anlage gekostet und blieb damit finanziell im geplanten Rahmen. Neben der modernen Spielfläche stehen den Mannschaften ab sofort auch ein zeitgemäßes LED-Flutlicht sowie modernisierte Kabinen zur Verfügung. Die offizielle Freigabe lockte zahlreiche geladene Gäste aus Sport, Politik und Verwaltung auf die Anlage. 

Moderner Fußballplatz in Bochum-Wattenscheid stärkt die Vereinsarbeit

Der Vereinsvorsitzende Jürgen Wolf erinnerte in seiner Ansprache vor den Mitgliedern sowie Gästen an die schwierigen Jahre der jüngsten Vergangenheit. Ohne einen zeitgemäßen Untergrund geriet der Klub im Vergleich zu den umliegenden Nachbarvereinen sportlich massiv ins Hintertreffen. Viele Jugendliche wanderten ab oder meldeten sich gar nicht erst an, da die Konkurrenz längst moderne Bedingungen bieten konnte. „Wir haben sogar Existenzängste gehabt und unseren Verein in den letzten Jahren nur noch verwalten können.“ Dank des unermüdlichen Einsatzes vieler Beteiligter wendete sich das Blatt für den Traditionsverein.

Mit einer reinen Bauzeit von neun Monaten ist das Vorhaben zügig umgesetzt worden. „Die Bauarbeiten haben im Oktober angefangen und jetzt im Juli ist der Platz an uns übergeben worden.Wir sind alle sehr stolz auf den neuen Platz.“ Vor allem die Kinder und Jugendlichen des Vereins fieberten der Fertigstellung ungeduldig entgegen. Tag für Tag beobachtete der Nachwuchs die Bauarbeiten durch den Zaun und inspizierte jede Veränderung auf dem Gelände. Mittlerweile ist der Platz freigegeben und die Mannschaften dürfen die Anlage endlich uneingeschränkt nutzen.

Sportanlage Auf dem Esch bietet neue Perspektiven für die Jugend

Auch die Schulen und Ausweichmannschaften aus der Umgebung profitieren zukünftig von der neuen Infrastruktur in Wattenscheid. Für den Verein selbst geht es jetzt vor allem darum, den sportlichen Schwung für die kommenden Spielzeiten mitzunehmen. „Der erste Schritt zu einer positiven Zukunft ist vollbracht“, so Wolf weiter. Ein Stillstand an der Spielstätte käme einem Rückstand gleich, den der Klub kein zweites Mal verkraften könnte. Die Weichen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Vereinslebens im Stadtteil sind nun jedenfalls gestellt.

Ehrenamt und Sponsoren sichern die Zukunft des Bochumer Amateursports

Bürgermeisterin Martina Schnell lobte das außergewöhnliche Engagement der Verantwortlichen und blickte auf die Vereinsgeschichte zurück. Der heutige Klub entstand vor 46 Jahren aus einer kleinen Freizeitsportgruppe, die sich damals mit 18 Personen in der Gaststätte Kümmel Kopp gründete. „Wir schreiben heute ein wichtiges neues Kapitel der Vereinsgeschichte des FC Sevinghausen 1980.“ Seit 1993 dient das Gelände Auf dem Esch als sportliche Heimat, wo vieles in Eigeninitiative aufgebaut wurde. Ein großes Lob ging an die vielen Trainer, Betreuer und Helfer im Hintergrund, ohne die der Spielbetrieb nicht funktionieren würde.

„Ein Fußballplatz besteht auf den ersten Blick, wie gesagt, hier aus diesem Kunstrasen. Aber er ist mehr“, sagt Schnell weiter. Für viele Mitglieder ist der Platz ein echter Treffpunkt und ein Stück Heimat von Kindesbeinen an. Oberbürgermeister Jörg Lukat konnte zwar nicht persönlich erscheinen, ließ aber über seine Stellvertreterin die besten sportlichen Grüße übermitteln. Neben dem FSV Sevinghausen investiert die Stadt derzeit an vielen Stellen in moderne LED-Beleuchtung und zeitgemäße Sportstätten. 

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