Beitrag: Stachelschwein-Babys verzaubern den Bochumer Tierpark
Doppeltes Glück bei den Stachelschweinen im Tierpark Bochum

(c) Tierpark Bochum

Süße Überraschung im Tierpark + Fossilium Bochum: Ende Mai kamen zwei gesunde Weißschwanz-Stachelschweine zur Welt und erkunden bereits die Außenanlage.

Der Tierpark + Fossilium Bochum meldet pünktlich zum Sommerbeginn einen besonders stacheligen, aber umso herzlicheren Zuchterfolg. In der Anlage der Weißschwanz-Stachelschweine herrscht seit wenigen Wochen reges Gewusel. Ende Mai erblickten dort zwei weibliche Jungtiere das Licht der Welt. Das zuständige Pflegerteam zeigt sich erleichtert und glücklich zugleich: Beide Minis entwickeln sich prächtig, nehmen kontinuierlich an Gewicht zu und werden von ihren Müttern fürsorglich und aufmerksam betreut. Für die Zoobesucher gibt es ebenfalls gute Nachrichten, denn das Versteckspiel im Innenstall ist vorbei.

Weiche Stacheln als cleverer Schutz bei der Geburt

Weißschwanz-Stachelschweine sind faszinierende Exoten und gehören nach den Capybaras und Biberartigen zu den größten lebenden Nagetieren der Erde. Ihr namensgebendes Merkmal ist das imposante Stachelkleid, das als hocheffektive Abwehrwaffe gegen Fressfeinde dient. Nach einer durchschnittlichen Tragzeit von rund 90 Tagen bringt ein Weibchen meist ein bis zwei Jungtiere zur Welt.

Dabei hat die Evolution einen faszinierenden Trick parat, um die Mutter während der Geburt vor schweren inneren Verletzungen zu schützen:

  • Die Jungtiere kommen zunächst mit völlig weichen, biegsamen Stacheln zur Welt.

  • Dies garantiert eine möglichst reibungslose und schmerzfreie Geburt für das Muttertier.

  • Das elastische Gewebe härtet an der frischen Luft extrem schnell aus: Bereits nach etwa zwei Tagen sind die Stacheln fest und ähneln in ihrer Schutzfunktion denen der ausgewachsenen Tiere.

Artenschutz und Biologie im Zoo hautnah erleben

Für die zoopädagogische Arbeit des Tierparks ist der doppelte Kindersegen ein echter Volltreffer. „Die Geburt der beiden Jungtiere ist nicht nur für unser Team eine große Freude, sondern bietet auch eine wunderbare Gelegenheit für die Bildungsarbeit in unserem Tierpark“, erklärt Zoodirektor Ralf Slabik stolz.

Gerade die Beobachtung der Aufzucht von Jungtieren mache komplexe biologische Zusammenhänge, Instinkte und die anatomischen Besonderheiten verschiedener Tierarten für die Besucherinnen und Besucher jeden Alters unmittelbar und emotional erlebbar. Solche hautnahen Begegnungen im Zoo schaffen laut Slabik ein tiefes Verständnis für die fragile Vielfalt der globalen Tierwelt und sind ein Schlüssel, um Menschen nachhaltig für den Natur- und Artenschutz zu begeistern. Die beiden Mini-Stachelschweine können ab sofort täglich bei ihren ersten mutigen Erkundungstouren und Spielereien auf der Außenanlage beobachtet werden.

Auf Social Media teilen