Beitrag: Drogenfund und Festnahme nach Unfall in Wattenscheid
Polizei

Ermittlungserfolg für die Bochumer Polizei: Nach einem vermeintlich gewöhnlichen Verkehrsunfall stoßen Beamte auf ein riesiges Rauschgiftdepot.

Die Bochumer Polizei meldet einen beachtlichen Schlag gegen die regionale Betäubungsmittelkriminalität im Stadtteil Wattenscheid. Nach einem zunächst unscheinbaren Verkehrsunfall am frühen Mittwochmorgen geriet der Nutzer eines beschädigten Wagens ins Visier der Ermittler. Bei der anschließenden Durchsuchung der dazugehörigen Wohnräume stießen die Einsatzkräfte auf eine immense Menge illegaler Substanzen sowie Bargeld in fünfstelliger Höhe. Neben diesem spektakulären Drogenfund beschäftigen die Behörden derzeit zwei weitere Aktenzeichen aus dem alltäglichen Kriminalitätsgeschehen. Im Fokus stehen dabei eine dreiste Unfallflucht auf einem Tankstellengelände in Riemke sowie eine landesweit ausgesteuerte Öffentlichkeitsfahndung nach einem EC-Karten-Betrüger. Die zuständigen Kriminal- und Verkehrskommissariate arbeiten die Vorfälle Hochdruck ab und bitten die Bevölkerung um Mithilfe.

Europäischer Haftbefehl und Großfund auf dem Dachboden

Der Zugriff am Mittwoch begann ursprünglich mit der Aufnahme eines Sachschadens an der Straße „Laarkamp“. Gegen 5 Uhr morgens war dort ein geparktes Auto bei einem Verkehrsunfall beschädigt worden. Den aufmerksamen Beamten fiel bei der routinemäßigen Überprüfung jedoch sofort auf, dass an dem abgestellten Wagen gefälschte Kennzeichen montiert waren. Die ersten Ermittlungen vor Ort führten die Polizisten schnell zur Adresse des tatsächlichen Nutzers, wobei sich zeitgleich konkrete Verdachtsmomente wegen illegalen Drogenhandels erhärteten. Bei der anschließenden Stürmung der Wohnung erlebten die Einsatzkräfte eine Überraschung: Der Beschuldigte hatte sich in seiner Not auf dem Dachboden des Hauses versteckt, konnte jedoch aufgespürt und widerstandslos festgenommen werden. Gegen den Mann lag bereits ein europäischer Haftbefehl vor.

Bei der akribischen Durchsuchung der Wohnräume und des Kellers stießen die Beamten des Kriminalkommissariats 14 auf ein professionelles Depot. Beschlagnahmt wurde eine große Menge Kokain, verkaufsfertig abgepacktes Amphetamin, Cannabis sowie mehrere hundert Tabletten sogenannter neuer psychoaktiver Stoffe (NPS). Neben den illegalen Substanzen stellten die Ermittler diverses Verpackungsmaterial und Bargeld im mittleren fünfstelligen Bereich sicher, das mutmaßlich aus illegalen Geschäften stammt. Der Festgenommene befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu den Hintermännern und den genauen Vertriebswegen des beschlagnahmten Rauschgifts dauern an.

Tankstellen-Flucht in Riemke und Fahndung nach Betrüger

Ein weiterer unschöner Vorfall ereignete sich im Stadtteil Riemke auf dem Gelände einer Tankstelle an der Riemker Straße 11. Eine 27-jährige Bochumerin wollte dort am Dienstagabend gegen 19.40 Uhr nach dem Tanken gerade zur Kasse gehen, um ihre Rechnung zu begleichen. Auf dem Fußweg wurde die junge Frau plötzlich von einer zurücksetzenden weißen Limousine touchiert und geriet ins Straucheln. Anstatt der verletzten Fußgängerin zu helfen, setzte die mutmaßliche Unfallverursacherin ihre Fahrt einfach unbeirrt fort. Das Verkehrskommissariat sucht nun nach einer etwa 19 bis 21 Jahre alten Autofahrerin und bittet Zeugen, sich unter der Rufnummer 0234 909-5206 zu melden.

„Wer kann Hinweise auf die Identität des Mannes geben? Die Kriminalpolizei nimmt jeden Hinweis dankend entgegen.“ — Auszug aus dem Fahndungsaufruf

Ergänzend dazu hat die Bochumer Kriminalpolizei mit einem richterlichen Beschluss Fotos aus einer Überwachungskamera für eine Öffentlichkeitsfahndung freigegeben. Der gesuchte Mann gelangte im Herbst vergangenen Jahres auf bislang ungeklärtem Weg in den unrechtmäßigen Besitz einer fremden EC-Karte. Mit dieser Geldkarte hob der Unbekannte im Zeitraum zwischen dem 27. und 28. Oktober 2025 mehrfach widerrechtlich Bargeld an verschiedenen Automaten ab. Das Bildmaterial ist auf dem offiziellen Fahndungsportal der Polizei NRW für die Bürgerinnen und Bürger einsehbar. Sachdienliche Hinweise zur Identität des Kreditkartenbetrügers nimmt die Kriminalwache rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0234 909-4441 entgegen.

Auf Social Media teilen