Beitrag: Ausgedehnter Küchenbrand fordert drei Verletzte
Brandereignis im Tiefbauweg

(c) Feuerwehr Bochum

Flammen schlugen bereits aus dem Fenster und griffen auf die Dachtraufe über. Ein Großaufgebot von 56 Einsatzkräften aus dem gesamten Bochumer Stadtgebiet bekämpfte das Feuer stundenlang von zwei Seiten.

Ein schwerer Küchenbrand im Südwesten von Bochum hat am Dienstagabend, 26. Mai 2026, zu einem stundenlangen Großeinsatz der Feuerwehr geführt. Gegen 19:45 Uhr gingen in den Leitstellen zeitgleich mehrere dramatische Notrufe ein. Da Zeugen eine massive Rauchentwicklung über den Straßenzügen meldeten, gingen Notrufe aufgrund der geografischen Nähe sogar bei der Feuerwehr in Essen ein.

Flammen schlagen aus dem Fenster: Feuerwehr löscht von zwei Seiten

Beim Eintreffen der ersten Löschzüge im Tiefbauweg bot sich den Einsatzkräften eine kritische Lage: Im ersten Obergeschoss eines Wohngebäudes stand eine Küche bereits im Vollbrand. Auf der Rückseite des Hauses schlugen die Flammen bereits meterhoch aus dem Fenster und hatten bereits begonnen, auf die hölzerne Dachtraufe überzugreifen.

Die Mieterin der betroffenen Brandwohnung hatte sich zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise schon gemeinsam mit einer Nachbarin aus dem Erdgeschoss eigenständig ins Freie retten können. Die Feuerwehr startete umgehend eine koordinierte Brandbekämpfung von zwei Seiten: Während zwei Trupps unter schwerem Atemschutz in die verqualmte Wohnung im Innenangriff vordrangen, bekämpfte ein weiterer Trupp das Feuer von außen auf der Gebäuderückseite, um eine weitere Brandausbreitung über die Fassade zu stoppen.

Aufwendige Nachlöscharbeiten: Dach musste geöffnet werden

Die Löscharbeiten gestalteten sich im weiteren Verlauf als technisch schwierig und kräftezehrend. Um brandgefährliche, versteckte Glutnester in der Dachkonstruktion rigoros auszuschließen, mussten die Einsatzkräfte das Dach von innen her mühsam öffnen, mit Wärmebildkameras kontrollieren und gezielt nachlöschen. Parallel befreiten die Retter das Gebäude mithilfe von Hochleistungslüftern vom giftigen Brandrauch. Sämtliche angrenzenden Nachbarwohnungen wurden zudem sorgfältig kontrolliert, um jede weitere Gefährdung für die Anwohner auszuschließen.

Trotz der schnellen Flucht aus dem Gebäude forderte das Feuer verletzte Personen. Insgesamt drei Menschen mussten vom Rettungsdienst mit dem Verdacht auf eine akute Rauchgasintoxikation (Rauchvergiftung) in umliegende Krankenhäuser transportiert werden. Unter den Verletzten befanden sich die Bewohnerin der Brandwohnung sowie eine Person, die vor dem Eintreffen der Feuerwehr noch heldenhaft, aber vergeblich versucht hatte, den Brand eigenständig zu löschen.

Dank des schnellen und massiven Aufgebots der alarmierten Einheiten der Berufsfeuerwehr-Wachen Wattenscheid, Weitmar und Werne sowie der ehrenamtlichen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr aus Dahlhausen, Linden und Eppendorf-Höntrop konnte ein vollständiger Dachstuhlbrand verhindert werden. Gegen 23:00 Uhr war der Einsatz nach gut drei Stunden offiziell beendet. Die Polizei hat noch am Abend die Ermittlungen zur genauen Brandursache aufgenommen.

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