Beitrag: Von Bochum nach Unna: Landesamts-Präsidentin Dr. Gurlit im regionalen Austausch
LfGA-Präsidentin Im Austausch

© Max Rolke – Kreis Unna

Das in Bochum ansässige Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz (LfGA) sucht den direkten Dialog vor Ort. Beim Arbeitsbesuch im Kreis Unna standen die Zukunft des ÖGD-Pakts und die Digitalisierung im Fokus.

Die Präsidentin des Landesamts für Gesundheit und Arbeitsschutz (LfGA), Dr. med. Simone Gurlit, hat am Montag, 18. Mai, das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung in Unna besucht und sich über die dortigen Arbeitsbedingungen sowie aktuellen Herausforderungen informiert. Für die Bochumer Behördenleitung bot der Termin eine hervorragende Gelegenheit, um aus erster Hand zu erfahren, wie die landesweiten Vorgaben in den Kommunen an der Ruhr umgesetzt werden. Gleichzeitig nutzte die dortige Kreisverwaltung die Chance, um wichtige gesundheitspolitische Themen direkt bei der Landesbehörde zu platzieren.

Bochumer Landesamt als direkte Schnittstelle zur Landesregierung

Das Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz mit Sitz in Bochum ist die direkte Schnittstelle zum Land: Es berät und unterstützt die Behörden, hat die Fachaufsicht über die Gesundheitsämter und vernetzt die Interessen zwischen den Akteuren des Gesundheitswesens. „Mir ist der Austausch mit den Behörden vor Ort sehr wichtig“, betonte die Präsidentin Dr. Gurlit im Rahmen ihres Besuchs. „Ich möchte konkret wissen, wie die Arbeit in den Kommunen läuft, damit wir die Bedürfnisse auch weiter an die Landesregierung tragen können.“ Von Bochum aus steuert das LfGA damit wesentliche Impulse für die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung des öffentlichen Gesundheitswesens in ganz Nordrhein-Westfalen.

Carina Ewens, Fachbereichsleiterin Gesundheit im Kreis Unna, und ihr Team aus sechs Sachgebietsleiterinnen stellten der Bochumer Präsidentin die aktuellen Aufgaben vor. Im gemeinsamen Dialog wurde intensiv besprochen, an welchen Stellen der „Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD)“ bereits konkrete Verbesserungen für die tägliche Arbeit der Mediziner und Verwaltungsangestellten gebracht hat.

Sorge um die langfristige Finanzierung nach 2026

„Der öffentliche Gesundheitsdienst hat ein breites Aufgabenspektrum und wichtige Funktionen“, erklärte der dortige Gesundheitsdezernent Sven Brüggenhorst mit Blick auf die Strukturierung der Behörde. „Wie wichtig ein funktionierendes Gesundheitsamt ist, wurde während der Corona-Pandemie sehr deutlich. Damals ist der Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst geschlossen worden, der die Arbeit in den Gesundheitsämtern vor Ort gezielt langfristig stärken sollte.“

Durch das Förderprogramm wurde der digitale Reifegrad in den Ämtern spürbar erhöht und es konnte gezielt qualifiziertes Fachpersonal eingestellt werden. Wie es von 2027 an mit diesen wichtigen Stellen und Mitteln weitergeht, ist derzeit allerdings noch völlig unklar. Für die Verantwortlichen vor Ort steht jedoch fest, dass die Funktionsfähigkeit der Gesundheitsämter angesichts der herausfordernden Aufgabenfülle nicht gefährdet werden darf – ein Anliegen, das die Bochumer Amtsleiterin Dr. Simone Gurlit nun mit in die Abstimmungen auf Landesebene nimmt.

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