Beitrag: Neuer Kemnade Chor startet ein offenes Musikprojekt in Bochum
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(c) Bochum Marketing, Andreas Molatta

Ein neues Chorprojekt verbindet ab Mai die Musik mit lebendiger Erinnerungskultur im Revier. Der Bochum-Fonds fördert die Proben im kreativen atelier automatique.

Mit dem „Kemnade Chor“ entsteht in Bochum ein offenes Chorprojekt, das durch den bekannten Bochum-Fonds finanziell gefördert wird. Der Chor knüpft an die bewegte Geschichte des Festivals „Kemnade International“ an und lädt Menschen dazu ein, gemeinsam zu singen, sich auszutauschen und musikalische Traditionen neu zu interpretieren. Die ersten Proben beginnen am 21. Mai im beliebten atelier automatique an der Rottstraße 14 und finden fortan alle zwei Wochen donnerstags von 18:30 bis 20:30 Uhr statt. Initiiert wird das gesamte Projekt von der Kuratorin Eva Busch in enger Zusammenarbeit mit dem engagierten Team des atelier automatique.

Offenes Chorprojekt und multikulturelle Musik im Bochumer Zentrum

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Idee, Musik als Ort des gemeinsamen Lernens und Erinnerns zu verstehen. Gesungen werden Stücke aus internationalen, antifaschistischen, gewerkschaftlichen und migrantischen Musiktraditionen, die in eine zeitgenössische Form überführt werden. Die Liedauswahl entwickelt der Chor gemeinsam im Prozess, begleitet von der erfahrenen Chorleiterin Rebecca Fischer. Teilnehmen können alle Interessierten, wobei musikalische Vorkenntnisse ausdrücklich nicht erforderlich sind. Der Chor versteht sich als offener und solidarischer Raum, in dem unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen zusammenkommen.

Besonders migrantische Stimmen und Perspektiven sollen dabei sichtbar und hörbar werden. Die Anmeldung und weitere Infos sind per Mail an chor@atelierautomatique.de möglich. Geleitet wird das Projekt von Eva Busch. Die renommierte Kuratorin und stellvertretende Direktorin des Kunstmuseums Bochum beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit machtkritischer Erinnerungsarbeit, gesellschaftlicher Teilhabe und Formen des gemeinsamen Handelns.

Zeitgenössische Chormusik und gelebte Erinnerungskultur im Ruhrgebiet

Neben Kooperationen mit Institutionen wie der Akademie der Künste der Welt in Köln oder der Kunstsammlung NRW war sie in den vergangenen Jahren insbesondere im atelier automatique in Bochum tätig. Durch die Förderung des Bochum-Fonds bleibt die Teilnahme für alle Kulturliebhaber kostenfrei. Das Projekt stärkt den nachbarschaftlichen Zusammenhalt im Viertel rund um die Rottstraße nachhaltig. Wer Lust auf Gesang und gesellschaftlichen Austausch hat, ist bei den Proben im Herzen der Stadt genau richtig.

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