Beitrag: Tag des offenen Denkmals auf Haus Kemnade
Haus Kemnade

Geschichtsträchtige Entdeckungstour an der Ruhr: Am 13. September öffnet das Kulturhistorische Museum Haus Kemnade seine Pforten mit Führungen, Oboenklängen, Bienenkunde und zeitgenössischer Kunst.

Am Sonntag, 13. September, beteiligt sich das Kulturhistorische Museum Haus Kemnade an der Adresse An der Kemnade 10 am bundesweiten Tag des offenen Denkmals. Passend zum diesjährigen Leitthema „Netzwerke“ können Besucherinnen und Besucher zwischen 12:00 und 17:00 Uhr das imposante Herrenhaus sowie das benachbarte Bauernhausmuseum erkunden. Ein rund zehnminütiger Rundweg verbindet das älteste profane Baudenkmal der Stadt Bochum mit der ländlichen Lebenswelt und veranschaulicht eindrucksvoll die historische Verflechtung: Während der Adel auf der Wasserburg stets um Macht und Standesansprüche rang, sicherte die Arbeit der Landbevölkerung das wirtschaftliche Fundament dieser adligen Herrschaft.

Kurze Führungen beleuchten den Wandel der Anlage und bringen den Gästen die Geschichte der Gebäude sowie die heutigen musealen Sammlungen näher. Im Bauernhausmuseum, das bis in die 1970er-Jahre seinen Standort im benachbarten Stiepel hatte, widmet sich die Sonderausstellung „Watt dä Buer nich kennt, dat friätt hä nich!“ volkstümlichen Bauernregeln und überlieferten Redewendungen. Für das junge Publikum gibt es Mitmachangebote auf der historischen Deele, wo kleine Mäuse gebastelt werden, während frisch geerntete Äpfel bei gutem Wetter zur Mitnahme bereitstehen.

Auch musikalisch und kulinarisch hält der Denkmaltag ein facettenreiches Programm bereit. In der Musikinstrumenten-Ausstellung des Herrenhauses erklingen zwischen 12:00 und 16:00 Uhr halbstündlich Live-Töne auf Oboe und Querflöte. Fotostationen vor den historischen Kulissen und den goldenen Musik-Putten laden zu Schnappschüssen ein. Im angeschlossenen Bienenmuseum gewähren Imker praxisnahe Einblicke in ihre Arbeit und bieten echten Kemnader Honig an, ergänzt durch Kaffee und Kuchen direkt im Ausstellungsbereich.

Die Brücke zur Gegenwartskunst schlägt der Kunstverein Bochum e.V., der in den ehrwürdigen Mauern residiert. Zum feierlichen Ausklang der Schau „Jens Sundheim – Das mechanische Auge“ findet um 15:00 Uhr ein öffentliches Künstlergespräch zwischen Kurator Reinhard Buskies und dem Medienkünstler Jens Sundheim statt. Das Publikum erhält dabei Einblicke in die Hintergründe der Werkgruppe und die Ästhetik des maschinellen Sehens.

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