
Anneliese-Brost Musikforum Ruhr
(c) Sebastian Sendlak
Musikforum Ruhr deckt 40 Prozent seines Energiebedarfs mit neuer Photovoltaikanlage
Klimaschutz auf dem Dach eines Bochumer Aushängeschilds: Im Rahmen der gemeinsamen Initiative „Mission Solar“ haben die Stadt und die Stadtwerke Bochum eine leistungsstarke Solaranlage auf dem Anneliese-Brost-Musikforum ans Netz gebracht, die geschickt mit der bestehenden Dachbegrünung kombiniert wurde.
Die kommunale Solarpotenzial-Offensive erreicht den nächsten Meilenstein. Seit Anfang September erzeugt auf dem Dach des Anneliese-Brost-Musikforums Ruhr die inzwischen 26. Anlage aus dem Programm „Mission Solar“ sauberen Strom. Eine Besonderheit liegt in der baulichen Umsetzung: Die Solarmodule wurden direkt auf das Gründach des Kulturbauwerks aufgesetzt, sodass dessen ökologische Vorzüge für das Mikroklima und die Regenwasseraufnahme vollständig erhalten bleiben und durch die kühlende Wirkung der Bepflanzung zugleich ideale Betriebsbedingungen für die Photovoltaikelemente herrschen.
320 Solarmodule sparen 28 Tonnen Kohlendioxid ein
Die technischen Rahmendaten der neuen Dachanlage belegen den ökologischen und wirtschaftlichen Nutzen. Insgesamt 320 installierte Module verfügen über eine Nennleistung von 148,8 Kilowatt-Peak. Nach Berechnungen der Verantwortlichen ist pro Jahr mit einem verlässlichen Stromertrag von rund 125.000 Kilowattstunden zu rechnen. Diese erzeugte Energie reicht aus, um künftig rund 40 Prozent des gesamten Strombedarfs des Musikforums unmittelbar vor Ort zu decken. Durch die solare Eigenversorgung spart die Kultureinrichtung jährlich etwa 28 Tonnen CO2-Emissionen ein und leistet damit einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz.
Die Maßnahme ist fester Bestandteil der übergeordneten Bochum Strategie. Im Schulterschluss identifizieren und erschließen die Stadt Bochum und der Energieversorger Stadtwerke Bochum konsequent geeignete Flächen auf öffentlichen Gebäuden, um die dezentrale Stromerzeugung im Stadtgebiet auszubauen. Mit der Inbetriebnahme am Musikforum klettert die Zahl der Photovoltaikanlagen auf städtischen Dächern auf insgesamt 66 Einheiten, die zusammengenommen eine Spitzenleistung von 5.637 Kilowatt-Peak erreichen. Der weitere Ausbau der „Mission Solar“ wird auch in den kommenden Monaten kontinuierlich vorangetrieben.
