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Storchenpark Wattenscheid
Trauer im Revier um den Nachwuchs der Weißstörche. Der anhaltende Regen und die Kälte im Mai haben das Leben der vier frisch geschlüpften Küken in Bochum gefordert.
Anhaltende Regenfälle und niedrige Temperaturen haben zum Verlust der am ersten Maiwochenende geschlüpften Storchenküken geführt. Die vier Küken sind auf den Bildern der Überwachungskamera nicht mehr zu sehen, sodass Biologen und Zootierpfleger des Bochumer Tierparks davon ausgehen müssen, dass die Nachzuchten verstorben sind. Auch im natürlichen Lebensraum sind die Jungtiere in den ersten Lebenswochen bei extremen Wetterbedingungen bedroht, da ihr Gefieder noch nicht vollständig ausgebildet ist und sie ihre Körpertemperatur nur eingeschränkt regulieren können. Unterkühlungen führen dann häufig zum bitteren Tod der Jungvögel.
Tierpark Bochum verliert Weißstorchnachwuchs im Storchennest
Die erfolglose Brut erklärt, dass die Elterntiere wieder die gesamten Strukturen der Voliere nutzen. Sie sind zur Futtersuche sowohl im Teich als auch auf der Wiese unterwegs und mitunter auch auf dem zweiten Horst zu beobachten. Ob damit die Brutsaison tatsächlich beendet ist, wird die Natur bei hoffentlich besseren Wetterbedingungen noch zeigen. Die Pfleger vor Ort beobachten das Verhalten der Tiere nun noch intensiver als sonst.
„Nachdem das Wattenscheider Storchenpaar im letzten Jahr zwei Küken erfolgreich aufgezogen hat, die in Kooperation mit der Wildvogelstation Paasmühle in Hattingen ausgewildert wurden, haben wir die Hoffnung auf Weißstorchnachwuchs in diesem Jahr nicht aufgegeben“, erläutert Zoodirektor Ralf Slabik. Die Experten im Ruhrgebiet wissen, dass die Vögel instinktiv auf extreme Wettersituationen reagieren können. „Möglicherweise kommt es noch zu einem Nachgelege“, ergänzt Slabik hoffnungsvoll. Das gesamte Team im Tierpark Bochum drückt nun die Daumen für einen zweiten Versuch im Storcherlebnispark Wattenscheid.
