Beitrag: Vortrag im Bochumer Stadtarchiv beleuchtet Frauenarbeit im Ruhrgebiet
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Stadtarchiv Bochum

Im Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte steht am Mittwoch, 20. Mai 2026, die Geschichte der Frauenarbeit im Ruhrgebiet im Mittelpunkt. Im Rahmen der Reihe zur Bochumer Stadtgeschichte hält die Historikerin Susanne Abeck, M.A., den Vortrag „Endlich so wie überall? Frauenarbeit im Ruhrgebiet“.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr in den Räumen des Stadtarchivs an der Wittener Straße 47. Der Eintritt ist frei.

Frauenarbeit zwischen Industrie und Benachteiligung

Der Vortrag beschäftigt sich mit den Arbeits- und Lebensrealitäten von Frauen in der traditionsreichen Industrieregion Ruhrgebiet. Dabei geht es unter anderem um die Politikerin Ottilie Schoenewald, die Elektrotechnik-Professorin Ingeborg Hübner sowie um Arbeiterinnen der Firma Graetz.

Thematisiert wird, wie Frauen seit dem 19. Jahrhundert überwiegend auf schlecht bezahlte und gesellschaftlich marginalisierte Tätigkeiten beschränkt blieben. Die industrielle Arbeitswelt des Ruhrgebiets war lange Zeit stark von der Montanindustrie geprägt und damit überwiegend männlich dominiert.

Strukturwandel im Fokus

Der Vortrag beleuchtet außerdem die Auswirkungen der beiden Weltkriege auf die Arbeitswelt von Frauen. Während Frauen in Kriegszeiten vielfach industrielle Tätigkeiten übernahmen, wurden sie nach Kriegsende häufig wieder aus diesen Bereichen verdrängt.

Auch die Frage, ob der Strukturwandel im Ruhrgebiet die jahrzehntelangen Benachteiligungen tatsächlich überwunden hat, soll diskutiert werden. Grundlage dafür sind unter anderem Forschungen der Hagener Volkswissenschaftlerin Li Fischer-Eckert, die die Lebensrealitäten von Arbeiterfrauen wissenschaftlich dokumentierte.

Mit der Veranstaltung setzt das Stadtarchiv seine Reihe zur Bochumer Stadtgeschichte fort und richtet den Blick diesmal auf ein Thema, das bis heute gesellschaftlich relevant bleibt.

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