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(c) Jens Matheuszik/ADFC Bochum
Der Allgemeinheit der Radfahrenden eine Stimme geben und für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen: Der ADFC Bochum ruft zur Teilnahme am bundesweiten Fahrradklima-Test auf und äußert gleichzeitig deutliche Bedenken bezüglich der politischen Planungen zur Umgestaltung der Oskar-Hoffmann-Straße.
ADFC-Fahrradklima-Test 2026: Perspektive von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt
Vom 1. September bis zum 30. November 2026 startet deutschlandweit die zwölfte Auflage des ADFC-Fahrradklima-Tests. Radfahrerinnen und Radfahrer – auch in Bochum – sind dazu aufgerufen, die Fahrradfreundlichkeit ihrer Heimatstadt online unter www.fkt.adfc.de zu bewerten. Bei der letzten Befragung beteiligten sich bundesweit rund 213.000 Menschen, darunter 1.366 Teilnehmende aus Bochum.
Eine entscheidende Neuerung zeichnet die diesjährige Erhebung aus: Erstmals rückt eine eigene Befragung speziell die Wünsche, Bedürfnisse und das Sicherheitsempfinden von Kindern und Jugendlichen in den Fokus. Insgesamt umfasst der Fahrradklima-Test 2026 drei Zielgruppen-Befragungen:
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Erwachsene Radfahrende
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Kinder und Jugendliche
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Kommunen
Oskar-Hoffmann-Straße: ADFC bemängelt Sicherheitsrisiken durch Senkrechtparkplätze
Parallel zum Befragungsstart bezieht der ADFC Bochum kritisch Stellung zu den aktuellen Beschlussvorlagen von SPD und Grünen zur Neugestaltung der Oskar-Hoffmann-Straße. Nach dem im vergangenen Jahr durchgeführten Verkehrsversuch – bei dem eine Einbahnstraße samt Gegenrichtungs-Radweg erprobt wurde – sieht der finale Verwaltungsentwurf nun Mischverkehr bei Tempo 30, einen Radweg ab der Wilhelm-Engel-Straße sowie einen neuen Kreisverkehr am Steinring vor.
Obwohl der Fahrradclub den neuen Straßenbelag, den Erhalt der Bäume sowie den Kreisverkehr am Steinring ausdrücklich begrüßt, sieht er im Beibehalten des unveränderten Straßenquerschnitts eine verpasste Chance.
Besonderer Kritikpunkt sind die geplanten Senkrechtparkplätze:
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Gefahr durch Sichtbehinderung: Beim rückwärtigen Ausparken auf die Fahrbahn entstehen durch parkende Fahrzeuge und Bepflanzungen gefährliche tote Winkel.
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Widerspruch zu „Vision Zero“: Das Festhalten an dieser Parkanordnung widerspricht aus Sicht des ADFC dem Leitbild zur Vermeidung von Verkehrstoten und Schwerverletzten.
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Forderung nach Seitenrandparken: Burkhard Klein, Beisitzer im ADFC-Vorstand Bochum, betont, dass ein Wechsel auf paralleles Seitenrandparken die Sicherheit maßgeblich erhöhen würde, während lediglich fünf Stellplätze entfallen würden.
Der ADFC Bochum kündigte an, den weiteren Planungsprozess rund um den Kreisverkehr am Steinring konstruktiv zu begleiten und sich weiterhin vehement für eine sichere Infrastruktur einzusetzen.
