
Kunstmuseum Bochum
Das Kunstmuseum Bochum lädt am Mittwoch, 20. Mai, zu einer Informationsveranstaltung rund um das Thema Provenienzforschung ein. Beginn ist um 19 Uhr im Museum an der Kortumstraße. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Im Mittelpunkt steht ein neues Forschungsprojekt zur Herkunft von Kunstwerken in der Sammlung des Museums. Unterstützt wird das Vorhaben seit Dezember 2025 durch das Deutsches Zentrum Kulturgutverluste sowie die Stadt Bochum.
Untersuchung der Herkunft von Kunstwerken
Durch die Fördermittel konnte am Kunstmuseum erstmals eine Vollzeitstelle für Provenienzforschung eingerichtet werden. Ziel des Projekts ist es, die Herkunft der Werke systematisch aufzuarbeiten und mögliche unrechtmäßige Erwerbungen zu identifizieren.
Die Provenienzforschung untersucht unter anderem, ob sich NS-Raubgut aus jüdischem Besitz in Museumssammlungen befindet. Darüber hinaus geht es um Kulturgüter, die während der Sowjetischen Besatzungszone oder in der DDR entzogen wurden, sowie um Objekte aus kolonialen Kontexten.
Transparenz und Aufarbeitung stehen im Fokus
Die Herkunftsforschung gilt inzwischen als zentrale Aufgabe vieler Museen und Kultureinrichtungen. Dabei werden historische Besitzverhältnisse rekonstruiert und mögliche Unrechtskontexte aufgearbeitet.
Mit der öffentlichen Informationsveranstaltung möchte das Kunstmuseum Bochum Einblicke in die Arbeit der Provenienzforschung geben und über Ziele, Methoden und Herausforderungen des Projekts informieren.
