
Landesmeisterschaften NRW im Kyudo
Foto: Jenny Musall
Am Samstag ist es spannend geworden: In der Mehrfeldhalle des Graf-Engelbert-Gymnasiums haben die Landesmeisterschaften im Kyudo stattgefunden. Ausgerichtet wurden die Meisterschaften von Syu Bo Kyudokai e. V., den es erst seit zwei Jahren gibt.
Japanisches Bogenschießen zeichnet sich durch Präzision und eine hohe mentale Stärke aus. Entsprechend ist es in der Mehrfeldhalle des Graf-Engelbert-Gymnasiums auf den Zuschauerrängen während der Durchgänge so leise, dass das Fallen einer Stecknadel hörbar wäre. Konzentration brauchen die Teilnehmer bei den nordrhein-westfälischen Landesmeisterschaften im Kyudo auch. Sie haben in den meisten Durchgängen vier Pfeile, die sie auf einer 28 Meter entfernten Zielscheibe platzieren müssen. Gewonnen hat, wer die Bewegungen korrekt ausführt und die meisten Treffer hat.
Ablauf der Landesmeisterschaften im Kyudo in Nordrhein-Westfalen
Die Regeln sind einfach: Ein Schütze muss mit seinem japanischen Kampfbogen eine Distanz von 28 Metern bis zur Zielscheibe überwinden und dann die Zielscheibe, die sogenannte Mato, treffen. Gewertet wird, ob ein Pfeil die Mato getroffen hat oder nicht. Vor und nach dem Schuss werden die entsprechenden Taihaiformen gelaufen. Bedeutet: Der Schütze muss einen bestimmten Schritt- und Bewegungsablauf zeigen, wie das Gehen, Aufreihen und ggf. Sitzen, Handhabung des Bogens sowie der Pfeile, den eigentlichen Schuss und dann das Verlassen des Feldes mit einer definierten Schrittfolge inklusive Verbeugen.
Jede Mannschaft kann drei Schützen sowie einen Ersatzschützen und zwei Teams benennen. Für die Landesmeisterschaften in der Mehrfeldhalle des Bochumer Graf-Engelbert-Gymnasiums haben sich insgesamt neun Mannschaften gemeldet, um sich zu messen. Mit dabei waren: Kyudogruppe des Vereins für japanische Kampfkünste Rheinland e. V. mit zwei Mannschaften, Kyudo Verein Düsseldojo e. V., zwei freie Teams bestehend aus mehreren Vereinen, Kyûdôjo Ruhr e. V., Kyudo in Waldniel e. V. und die Gastgeber vom Syu Bo Kyudokai e. V. Bochum.
Spannung pur im Mannschaftswettkampf der Landesmeisterschaft im Kyudo
Für die Mannschaftswertung haben sich je drei Vereine mit drei Schützen aufgereiht und geschossen. Dabei hat jeder Schütze vier Pfeile gehabt, die auf der Mato in 28 Meter Entfernung platziert werden müssen. Hier kann jeder Schütze in seinem eigenen Tempo den Bogen nach der vorgegebenen Weise den Bogen spannen und schießen. Ist der Schütze fertig, so kann er sich rückwärts gerichtet und in der entsprechenden Form von der Schusslinie entfernen. Jeder Verein hat hier vier Durchgänge, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
Nach einem Punktegleichstand zwischen dem freien Team und Düsseldorf 1 kommt es zum Stechen. Hier stehen je zwei Schützen an der Linie und haben je zwei Schuss. Am Ende kann sich das freie Team in der zweiten Runde mit einem Treffer mehr durchsetzen.
Mannschaftsergebnis Landesmeisterschaften Nordrhein-Westfalen im Kyudo 2026
- Freies Team (aus mehreren Vereinen)
- Kyudo Verein Düsseldojo e. V. 1
- Kyûdôjo Ruhr e. V. aus Schwerte
Einzelmeisterschaften im Kyudo 2026 in Bochum
In den Einzelwettbewerben kann jeder Verein bis zu acht Schützen melden. Nun wird in der Vorrunde mit je drei Durchgängen geschossen. Mit zwei Pfeilen pro Schütze wird in der Shinsa-maai bei der ersten Vorrunde geschossen. Die Bewegungsabläufe sind bewusst langsam, damit die zuständigen Wettkampfrichter den gesamten Bewegungsablauf und Schuss auf Sorgfalt, Präzision und Langsamkeit bewerten können. Danach wird ganz normal geschossen und die Treffer werden gewertet. Durchgang zwei und drei werden jeweils mit vier Pfeilen pro Schützen gewertet.
Hier können sich die Schwerter vom Kyûdôjo Ruhr e. V. gleich zweimal behaupten: Sie stellen mit Jason Brenner den neuen Landesmeister. Sein Teamkollege Sebastian Nigge holt sich Bronze. Silber geht an Marin Toyama vom Kyudo Verein Düsseldojo e. V..
„Bochum hat sich dieses Jahr noch nicht platziert, aber es war für unseren jungen Verein der erste Wettkampf auf diesem Niveau und mir war es wichtig, dass einige aus dem Verein teilnehmen und ihre ersten Wettkampferfahrungen sammeln“, sagt Monika Nadler vom Syu Bo Kyudokai e. V. Bochum abschließend.
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Bilder: Jenny Musall
