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Ruhr Universität Bochum
Die Lernplattform Jurafuchs hat rund 168.000 Bewertungen deutscher Hochschulen sowie fast 149.000 Bewertungen einzelner Fakultäten ausgewertet. Im Fokus standen dabei Universitäten und Hochschulen mit mindestens 10.000 Studierenden. Die Ergebnisse zeigen: Zwischen den einzelnen Standorten – aber auch innerhalb der Fakultäten – gibt es teils deutliche Unterschiede bei der Zufriedenheit der Studierenden.
Besonders gut schnitten im bundesweiten Ranking die Universität Mannheim, die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg sowie die Universität Bayreuth ab. Gelobt wurden dort unter anderem moderne Ausstattung, gute Betreuung und eine angenehme Lernatmosphäre.
Auch NRW-Hochschulen konnten punkten: Die RWTH Aachen landete mit 4,13 von fünf möglichen Sternen unter den bundesweiten Spitzenreitern. Besonders erfolgreich waren dort einzelne technische Fakultäten. So wurde etwa der Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik der Fachhochschule Aachen mit durchschnittlich 4,8 Sternen sogar als bestbewertete Fakultät Deutschlands geführt.
Weniger gut schnitten hingegen einige Hochschulen mit stark praxisorientierten Studienmodellen ab. Kritisiert wurden dort häufig organisatorische Probleme, mangelhafte Kommunikation und Schwierigkeiten bei der Stundenplanung.
Blick auf Bochum und die RUB
Die Ruhr-Universität Bochum taucht in der veröffentlichten Spitzengruppe zwar nicht auf, gehört mit ihren mehr als 40.000 Studierenden aber weiterhin zu den größten Universitäten Deutschlands. Für Bochum interessant ist vor allem die grundsätzliche Aussage der Studie: Studierende bewerten nicht nur die Lehre selbst, sondern zunehmend auch Faktoren wie Organisation, digitale Angebote, Erreichbarkeit von Prüfungsämtern und die allgemeine Campus-Atmosphäre.
Gerade diese Themen stehen an vielen Hochschulen bundesweit immer stärker im Fokus. Laut Jurafuchs-Mitgründer Carl-Wendelin Neubert leiden viele Studierende vor allem unter organisatorischen Problemen und fehlender Unterstützung im Studienalltag. Ziel müsse es sein, Studiengänge stärker an der Lebensrealität der Studierenden auszurichten.
Medizinische Fakultäten besonders kritisch bewertet
Auffällig: Unter den am schlechtesten bewerteten Fakultäten finden sich überwiegend medizinische Fachbereiche. Kritik gab es dort häufig an Prüfungsorganisation, Kommunikation und Arbeitsbelastung. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse aber auch, dass technische und spezialisierte Studiengänge bei vielen Studierenden besonders beliebt sind.
Die komplette Untersuchung mit allen Rankings und Grafiken hat Jurafuchs online veröffentlicht.
