Beitrag: Personalentscheidung, Infrastruktur und lokale Themen im Fokus des Ostens
Personalentscheidungen bei der BV Ost

(c) Sebastian Sendlak

In der 5. Sitzung der Bezirksvertretung Bochum-Ost standen neben personellen Veränderungen auch mehrere Infrastrukturmaßnahmen und stadtteilbezogene Themen auf der Tagesordnung.

Neue Stellvertretung gewählt

Im öffentlichen Teil der Sitzung wurde ein wichtiger personeller Beschluss gefasst: Yannik Thies wurde einstimmig mit 17 von 17 Stimmen zum 1. stellvertretenden Bezirksbürgermeister gewählt. Er tritt die Nachfolge von Dr. Stefan van der Hoek an, der sein Amt aufgrund eines mehrjährigen beruflichen Aufenthalts in Brasilien niederlegt.

Investitionen in Sport und Infrastruktur

Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde die Erneuerung der Kunststoffrasendecke an der Sportanlage „Volkspark Langendreer“. Die Maßnahme soll die Nutzbarkeit und Qualität der Anlage langfristig sichern.

Darüber hinaus wurde eine Kanalsanierungsmaßnahme in der Straße „Im Breien“ beschlossen. Hier soll ein sogenannter GFK-Liner zum Einsatz kommen, um die bestehende Infrastruktur zu modernisieren, ohne umfangreiche Tiefbauarbeiten durchführen zu müssen.

Entscheidungen zu Stadtentwicklung und Verkehr

Mehrere Vorlagen wurden mehrheitlich – jeweils ohne die Stimmen der AfD – angenommen. Dazu zählen:

  • die vierte Tranche der Nachhaltigkeitsstrategie Bochum für das Jahr 2026
  • der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 1027 „Sportpark Feldmark“
  • die Änderung des Linienwegs der Buslinie 370, inklusive eines Änderungsantrags von SPD und Grünen

Graffiti-Fläche beschlossen

Ein weiterer Beschluss betrifft die Freigabe einer Wand für Graffiti unterhalb der Wittener Straße, nahe des neuen Mark 51.7. Auch dieser Antrag wurde mehrheitlich beschlossen und soll künftig legale Möglichkeiten für urbane Kunst im Stadtbezirk schaffen.

Thema Ümminger See sorgt für Diskussionen

Im Bericht des Bezirksbürgermeisters spielte insbesondere die Situation am Ümminger See eine Rolle. Durch die Insolvenz des bisherigen Gastronomiebetreibers Uwe Struck kommt es aktuell zu Problemen beim Betrieb der öffentlichen Toilettenanlage. Der Pächter ist zwar grundsätzlich verantwortlich, muss jedoch zunächst eine neue Lösung finden.

Übergangsweise wird eine Wochenendlösung geprüft. Zusätzlich steht eine Anfrage an den städtischen Umweltservice (USB) im Raum, ob mobile Toilettenanlagen kurzfristig eingesetzt werden können, um die Versorgung während der Sommersaison sicherzustellen.

Die Sitzung zeigte eine Mischung aus grundlegenden Entscheidungen für die Infrastruktur, strategischen Weichenstellungen sowie ganz konkreten Herausforderungen im Stadtteil. Besonders die Situation am Ümminger See verdeutlicht, wie stark kommunalpolitische Themen den Alltag der Bürgerinnen und Bürger unmittelbar betreffen.

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