
Der Krankenstand bei den rund 38.400 bei der AOK NordWest versicherten Arbeitnehmenden in Bochum lag 2025 bei sieben Prozent.
Foto: AOK/colourbox/hfr.
Der Krankenstand in Bochum ist im Jahr 2025 leicht gesunken, bleibt jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der AOK NordWest hervor.
Demnach lag der Krankenstand bei den rund 38.400 AOK-versicherten Beschäftigten in Bochum bei sieben Prozent. Im Vorjahr waren es noch 7,3 Prozent. Beschäftigte fehlten im Durchschnitt 25,7 Tage krankheitsbedingt. Besonders ins Gewicht fallen dabei Langzeiterkrankungen: Sie verursachten rund 35,3 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage.
Atemwegserkrankungen weiter an der Spitze
Mit Abstand häufigster Grund für Krankschreibungen bleiben Atemwegserkrankungen. Sie machten 2025 rund 27,3 Prozent aller Fälle aus. Dahinter folgen Muskel- und Skeletterkrankungen (13,7 Prozent), Verdauungserkrankungen (7,5 Prozent) sowie psychische Erkrankungen (4,9 Prozent).
Damit bestätigen sich bekannte Muster aus den Vorjahren: Erkältungs- und Atemwegserkrankungen prägen weiterhin den Krankenstand in der Stadt deutlich.
Unterschiede zwischen Branchen
Deutliche Unterschiede zeigen sich im Branchenvergleich. Den höchsten Krankenstand verzeichnete die öffentliche Verwaltung und Sozialversicherung mit 9,6 Prozent. Am niedrigsten lag der Wert in der Land- und Forstwirtschaft mit 2,5 Prozent.
Im Vergleich zum regionalen Durchschnitt in Westfalen-Lippe (7,1 Prozent) liegt Bochum mit sieben Prozent leicht darunter, bewegt sich aber weiterhin im oberen Bereich.
Arbeitswelt unter Druck
Der Bericht verweist zudem auf veränderte Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt. Digitalisierung, Fachkräftemangel, Arbeitsverdichtung, demografischer Wandel und Homeoffice führten zu neuen Belastungen für Beschäftigte.
Die AOK NordWest betont daher die Bedeutung von betrieblicher Gesundheitsförderung. Eine gute Unternehmenskultur und Führung seien zentrale Faktoren, um die Gesundheit der Mitarbeitenden langfristig zu erhalten und die psychische Widerstandskraft zu stärken.
