
Doppelpack Hofmann
(c) Sebastian Sendlak
2:1 – Heimsieg gegen Greuther Fürth verschafft Luft im Abstiegskampf.
Der VfL Bochum am 31. Spieltag der 2. Bundesliga mit 2:1 gegen Greuter Fürth. Die Hausherren vergrößern dabei den Abstand auf einen Abstiegsplatz auf sechs Punkte, die Gäste rutschen auf einen direkten Abstiegsplatz ab. Bochum kann nächste Woche in Bielefeld den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen. Dennoch zeigte das Heimspiel gegen Fürth, dass dies kein Selbstläufer für den VfL Bochum wird, da die Konkurrenz ebenfalls Punkte sammelt und Bochum auch auswärts sein Heimspielgesicht braucht.
Blitzstart Bochum: Der genesene Hofmann traf bereits in der 1. Minute des „Sechs Punkte“- Spiels, als Wittek flankte und Ziereis in der Fürther Abwehr ausrutschte. Damit ging der Wunsch von VfL – Chefcoach Rösler („frühes Tor erzielen“) in Erfüllung. Bochum setzte zu Beginn auf Ballkontrolle und Pressing, allerdings „nicht auf volle Pulle“, wie Rösler auch in der Prematch -Pressekonferenz angekündigt hatte, wohlwissend das Fürth starke Konterspieler und Stürmer besitzt. Und die Gäste bekamen ab der 20. Minute auch mehr Spielanteile, weil die Gastgeber teilweise zu überhastet oder zu ungenau spielten. Dafür zeigtt sich die VfL – Abwehr stabiler als zuletzt.
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Nach 25 Minuten setztt Myoshi wieder einen Akzent vorm Fürther Tor, wurde aber von Will geblockt, auf der Gegenseite köpfte der Fürther Topscorer Futkeu nach Flanke von Will an den Querbalken. Glück für die Hausherren, die den Gästen viel Freiräume erlaubten und immer auf Konter setzten. Einen davon verpasste Myoshi in der 29. Minute nur knapp, ebenso wie Wittek und Hofmann bei ihren Fernschüssen (31./37. Minute). Aber auch Fürth bleibt nicht ungefährlich (Hrgota, 38. Minute). In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45 +4) wurde Oneykas Versuch geblockt, so dass es mit der knappen, aber nicht unverdienten, 1:0 Führung für Bochum in die Halbzeitpause ging.
Die ersten 45 Minuten waren trotz der frühen Führung und hochkarätigen Chancen auf beiden Seiten keine Augenweide für die Zuschauer im VONOVIA – Ruhrstadion. Der Druck, der auf diesem Spiel lag, war auf den Platz und auf dem Rasen zu merken.
Pausenführung und hartes Stück Arbeit in der 2. Halbzeit
Ein hartes Stück Arbeit wartete noch in der zweiten Halbzeit auf den VfL Bochum, bis beim „Sechs-Punkte“-Spiel gegen Greuther Fürth vor 24.109 Zuschauern als Sieger vom Platz gehen konnte. Denn die Gäste, die durch eine Niederlage auf Platz 17 der Tabelle abrutschen würden, setzen die Gastgeber durch frühes Pressing unter Druck. Dies ermöglichte Bochum allerdings auch Konter. Aus einer dieser resultierte eine Ecke, die Hofmann zum 2:0 einköpfte (55. Minute). Fürths Coach Heiko Vogel reagierte mit einem Doppelwechsel (Ltaief und Green rein, Keller und Dietz raus) und auch Bochums Coach Uwe Rösler wechselte erstmals (Holtmann raus, Alfa-Ruprecht rein).
In der 64. Minute rettet Fürths Torwart Prüfrock in höchster Not bei Hofmanns Kopfball stark. Nurt eine Minute später Jubeln die VfL – Fans, allerdings wird Hofmanns 3. Tor wegen vorherigen Abseits von Noosli aberkannt. Hofmann bleibt weiterhin stark, doch seine Flanke in der 68. Minute fand keinen Abnehmer. Auch wenn Bochum auf das dritte Tor drängte, gab sich Fürth nicht geschlagen. Dessen Trainer Vogel wechselte erneut doppelt (Higl und Reich rein, Münz und Dehm). Zuvor musste bereits Bochums Trainern den verletzten Lenz gegen Pannewig auswechseln).
Die VfL- Abwehr bekam einiges zu tun, aber allen voran Kapitän Bero zeichnete sich durch eine starke Leistung aus. In der 83. Minute zeigte zudem Horn eine starke Parade bei Klaus Schuss aus kurzer Distanz. Auf der anderen Seite vergibt Marshall das 3:0 bei einem Konter (84. Minute).
Führt verkürzt – bange Schlussminuten bei VfL – Fans
Kurz vor Schluss der regulären Spielzeit gelingt stattdessen Futkeu der Anschlusstreffer zum 1:2 für Fürth (89. Minute), kurz zuvor hatte Kraus bereits den Außenposten des Bochumer Tors getroffen (88. Minute).
Die Nachspielzeit betrug fünf Minuten, die die VfL Fans bangen mussten, bis Schiedsrichter Willenborg den erlösenden Schlusspfiff tat. Bochum siegt und sammelt drei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf, da die Konkurrenz bei diesem Spieltag ebenfalls gepunktet hat.
Heimspielgesicht auch auswärts?
Der VfL Bochum (jetzt 39 Punkte, Tordifferenz +1) spielt am nächsten Spieltag auswärts bei Arminia Bielefeld und kann dort mit eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen. Auch fremde Hilfe könnte Bochum von anderen Plätzen bekommen. Aber darauf wollen sich Spieler wie Hofmann und Horn sowie Trainer Rösler nicht verlassen, sondern auch auswärts ihr Heimspielgesicht zeigen. Dafür wäre Bielefeld jetzt genau der richtige Ort.
