
Der Bochumer Fotograf Tom Roter
(c) Andreas Molatta
Eine neue Ausstellung in der Kortumstraße richtet den Blick auf scheinbar belanglose Alltagsgegenstände. Im Mittelpunkt stehen Kronkorken – fotografiert als Kunstobjekte.
Der Bochumer Fotograf Tom Roter zeigt unter dem Titel „Stop! Think! Is it really trash?“ großformatige Arbeiten in einem Pop-up-Ladenlokal. Die Ausstellung ist bis zum 9. Mai zu sehen. Geöffnet ist sie dienstags bis samstags von 12 bis 17 Uhr, der Eintritt ist frei. Die Vernissage findet am 11. April um 18 Uhr statt.
Spaziergänge als Ausgangspunkt
Die Idee zur Serie entstand während der Corona-Pandemie. Spaziergänge wurden für den Künstler zur Routine. Dabei rückten unscheinbare Objekte in den Fokus.
Roter begann, Kronkorken aus dem urbanen Raum zu sammeln und fotografisch festzuhalten. Ziel war es, Details sichtbar zu machen, die im Alltag meist übersehen werden.
Nahaufnahmen machen Details sichtbar
Die Fotografien zeigen deformierte und verrostete Kronkorken in starker Vergrößerung. Strukturen, Kratzer und Spuren von Witterung treten deutlich hervor. Die Werke sind im Format 60 mal 60 Zentimeter hinter Glas präsentiert.
Jedes Bild wird durch ein Original ergänzt: Der jeweilige Kronkorken ist auf der Rückseite des Rahmens angebracht. Damit wird jedes Exponat zum Einzelstück.
Kunst als Kommentar zur Wegwerfkultur
Die Arbeiten verstehen sich auch als Auseinandersetzung mit Konsum und Entsorgung. Kronkorken stehen exemplarisch für Produkte mit kurzer Nutzungsdauer.
„Stop! Think! Is it really trash?“ stellt die Frage, ob vermeintlicher Abfall nicht auch anders wahrgenommen werden kann.
Teil eines städtischen Kulturprojekts
Ermöglicht wird die Ausstellung durch die Initiative Bochum Marketing im Rahmen des Projekts „Tapetenwechsel – Kulturraum für Kreative“. Ziel ist es, leerstehende Ladenlokale temporär kulturell zu nutzen.
Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher ein, alltägliche Dinge neu zu betrachten und den eigenen Umgang mit Ressourcen zu reflektieren.
