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Stadtarchiv Bochum
Ein Dokumentarfilm im Stadtarchiv Bochum – Zentrum für Stadtgeschichte beleuchtet die Geschichte jugendlicher Arbeitsmigranten im Ruhrgebiet.
In Bochum widmet sich eine Filmvorführung einem oft wenig beachteten Kapitel der Nachkriegszeit. Das Archivkino zeigt einen Beitrag über junge Arbeitskräfte, die in den 1950er Jahren ins Ruhrgebiet kamen. Der Film verbindet historische Aufnahmen mit gesellschaftlichen Hintergründen. Im Mittelpunkt stehen Migration, Wiederaufbau und Arbeitsalltag. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Gezeigt wird der 35-minütige Film „Auf ins Ruhrgebiet! Jugendliche Arbeitsmigranten in den 1950er Jahren“ des Landschaftsverband Westfalen-Lippe.
Zu Beginn der 1950er Jahre war das Ruhrgebiet stark vom Zweiten Weltkrieg geprägt. Viele Städte und Industrieanlagen wiesen noch deutliche Zerstörungen auf.
Gleichzeitig entwickelte sich die Region zu einem zentralen Motor des Wiederaufbaus. Vor allem der Bergbau spielte eine entscheidende Rolle. Es fehlte jedoch an qualifizierten Arbeitskräften.
Jugendliche Migranten im Fokus
Um den Bedarf zu decken, wurden gezielt junge Menschen aus ländlichen Regionen angeworben. Dazu zählten unter anderem Gebiete in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bayern.
Auch viele Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten kamen in diese Regionen und wurden später weiter ins Ruhrgebiet vermittelt.
Der Film zeigt, unter welchen Bedingungen die Jugendlichen ihre Arbeit aufnahmen und wie sich ihr Alltag gestaltete. Für ein jüngeres Publikum wird nachvollziehbar, wie Migration und wirtschaftliche Entwicklung miteinander verbunden waren.
Historische Perspektiven im Archivkino
Das Archivkino ist Teil des Stadtarchiv Bochum – Zentrum für Stadtgeschichte. Es greift regelmäßig Themen der Stadt- und Regionalgeschichte auf.
Die Filmreihe bietet die Möglichkeit, historische Entwicklungen anhand von Dokumentationen nachzuvollziehen. Dabei werden gesellschaftliche Zusammenhänge verständlich aufbereitet.
Die Vorführung findet am Donnerstag, 26. März, um 19 Uhr statt.
Eine Anmeldung ist erforderlich. Interessierte können sich per E-Mail an das Stadtarchiv wenden oder telefonisch zu den Öffnungszeiten reservieren.
Der Eintritt ist kostenlos. Besucherinnen und Besucher können den Parkplatz P4 an der Akademiestraße kostenfrei nutzen.
